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"111 deutsche Weine, die man getrunken haben muss"
...heißt mein neues Sachbuch. Endlich mal keine Leichen beschreiben, sich in keine durchgedrehten Mörder hineinversetzen müssen, und keine Verfolgungjagden über die Dächer von Monaco stattfinden lassen! Gut, letzteres gibt es bei mir sowieso nicht. Aber trotzdem: es war schön mal wieder ein Buch über ebenso real wie flüssig Existierendes zu schreiben. Es ist kein Buch über die besten der allerbesten, wenn nicht gar allerbestesten Weine Deutschlands, sondern über 111 richtig interessante, 111 Entdeckungen aus fast allen deutschen Qualitätswein-Anbaugebeiten (nur die "Hessische Bergstraße" musste leider draußen bleiben), die den kulinarischen Horizont erweitern, ja das Gaumensegel auffalten und die Nasenflügel erzittern lassen. Zumindest ein wenig. Zu jedem Wein gibt es eine Seite Text und eine Seite Foto. Meine Frau meint, das Buch sei sehr schmuck geworden - ich will ihr da nicht wiedersprechen. Erschienen ist das Ganze im Emons-Verlag. Ganz ehrlich und unvoreingenommen: Mit diesem Buch werden Sie sehr viel Spaß haben.
Ein neuer Fall für Julius Eichendorff!
Jetzt ist es also doch passiert: ein neues Krimi-Abenteuer mit Julius Eichendorff, meinem Sternekoch und Hobbydetektiv aus Heppingen im Ahrtal. EIgentlich sollte "Carpe Vinum" nur ein Kochbuch werden mit Rezepten zu den leckersten Gerichten, die in den fünf bisherigen Krimis der Reihe genannt wurden. Doch dann packte mich die Lust und ein Kurzroman entstand, ein Schmankerl sozusagen, eine verrückte kleine Geschichte mit einer Mordwaffe, die es so sicher noch nicht gegeben hat - weltweit.
"Carpe Vinum" (Emons-Verlag) ist in erster Linie aber immer noch ein Kochbuch, mit Ausschnitten aus all den Szenen, in welchen die Gerichte ursprünglich erwähnt wurden und einigen (hoffentlich) launigen Zeilen von mir. Weintipps gibt es auch, und Restauranttipps obendrauf. Der Kurzroman umfasst rund 90 Seiten und seine Story steht in direktem Zusammenhang mit dem Buchtitel und den Rezepten - mehr wird nicht verraten.
Mords-Geburtstag
Wir haben es wieder getan. Obwohl wir uns doch nach jedem Buch geschworen haben, dass es das letzte Mal war... Alles begann, ja wann eigentlich? 2008! Mit "Mords-Weihnacht". Ralf Kramp, Uwe Voehl (unter dem Pseudonym Monica Mirelli) schrieben unseren ersten gemeinsamen Krimi. 24 kleine Kapitel, ein mörderischer Adventskalender. Dafür erfanden wir die Figuren Omma Brock, Kaplan Unkel und Kommissarin Coltella. Es sollte eine einmalige Sache sein, und dementsprechend lösten wir alle Bremsen im Kopf. "Mords-Weihnacht" wurde Krimi-Boulevard-Theater, ein Schwank, eine richtige Klamotte. Bei den Live-Lesungen standen uns teilweise die Tränen vor Lachen in den Augen. So kam es dann zu "Mords-Ostern" und "Mords-Muttertag" - und damit hatten wir alle großen, christlichen Feste abgehakt ;-)
Nun also "Mords-Geburtstag" (KBV-Verlag). Es geht um einen einhundertsiebten Geburtstag und eine Leiche am Glockenseil der Kirche Sankt Blasius. Das kleine Büchlein kommt zusammen mit einer aufblasbaren Geburtstagstorte. Die Geschichte gibt es übrigens auch als "Lesical" - was bedeutet: mit Musik von Sascha Gutzeit. Ein richtiges, kleines Krimi-Musical ist es geworden, wobei wir lesen, statt zu schauspielern, aber Verkleidungen gibt es auch (bei Sascha) und gesungen wird auch (vor allem von Sascha). Richtige Ohrwürmer sind dabei. Unbedingt anschauen, wenn es mal in der Nähe aufgeführt wird, die Termine sind rar.
Der mit der Ziege tanzt
In diesem Jahr hatte ich wenig Zeit zum Schreiben von Kurzkrimis, doch mein guter Freund Ralf Kramp hat mich überredet einen für die Anthologie "Tatort Eifel 3" (KBV-Verlag) zu verfassen. Die Geschichte heißt "Bauer sucht Traumfrau" und es geht um einen Mann der wortwörtlich über Leichen geht, um als Bauer (der er eigentlich gar nicht ist), die Liebe seines Lebens zu finden. Am besten eine wie Christine Neubauer. Das Ganze spielt in der Ziegenkäserei "Vulkanhof", Gillenfeld (Vulkaneifel). Der auch real existierende und äußerst prachtvolle Ziegenbock Diego hat eine bedeutende Rolle in der Geschichte, und den extra lang gereiften Ziegenkäse "Eifel-Würze" gibt es ebenfalls wirklich - und er ist richtig lecker.
"Kochen macht Mordsspaß"
...ist der Titel einer DVD, die ich mit dem Bacharacher Koch Andreas Stüber vom Rheinhotel aufgenommen habe. Oder um es gleich richtig darzustellen: Ich bin der schusselige Handlanger, Andreas brilliert in der Küche. Er kocht ein 5-Gang Menü aus regionalen und typisch heimischen Produkten, mit so leckeren Gerichten wie "Samtsuppe von Karotten und Ingwer" oder "Kalbsroulade mit Steinpilzen und getrockneten Tomaten gefüllt". Andreas ist ein klasse Kerl und ein grandioser Koch, wer bei ihm isst erlebt echte Gastfreundschaft und Essen das schlicht und einfach glücklich macht. Die Aufnahmen zu dieser DVD waren ein großer Spaß - ich glaube das merkt man auch. Man kann sie im Internet bestellen oder noch besser vor Ort kaufen, nachdem man bei Andreas geschlemmt hat.
HIER gibt es Infos und eine Bestellmöglichkeit zur DVD "Kochen macht Mordspaß".
*** Urlaub (wohlverdient) ***
Kultur in Schachteln
Zu den NRW Literaturtagen in Iserlohn wurden in den 10 Fächern eines umfunktionierten alten Zigarettenautomaten Kurztexte von 10 Autorinnen und Autoren in kleinen Zigarettenschachteln angeboten. Die Texte darin waren auf einem schmalen Textstreifen gedruckt, gerollt und mit einem Gummiband zusammengehalten. Sah klasse aus. Und alles aufwendige Handarbeit. Deshalb auch: limitierte Auflage 100 Exemplare pro Autor. Die Texte durften eine maximale Länge von 6000 Zeichen nicht überschreiten, weswegen ich meinen Kurzkrimi "Nur noch einen" - eine Hommage an Eifel-Krimi-Urgestein Jacques Berndorf / Michael Preute - von der Länge her etwas eindampfte. Literaturfreunde konnten die Schachteln für 2 €/Stück ‚ziehen‘ und damit "Kultur in Schachteln" (wie das ganze Projekt auch hieß) erwerben. Großartige Idee! Ein Honorar gab es nicht, die Erlöse wurden für einen gemeinnützigen Zweck gestiftet. Das Projekt wurde durchgeführt vom Stadtmuseum Iserlohn. Zur Nachahmung empfohlen.


Julius - neu verpackt
Der Heyne-Verlag (Random-House-Gruppe) hat die Lizenzen der beiden ersten Julius-Eichendorff-Krimis erworben und bringt die Bücher jetzt zum günstigeren Preis und mit veränderten Covern auf den Markt. Dass der bei "In Vino Veritas" nun abgebildete Weinberg niemals an der Ahr sein kann und das Ganze anmutet wie für einen Wein-Thriller gedacht: geschenkt. Schick ist es auf jeden Fall. "Nomen Est Omen" wird allerdings ein humoristischeres Cover erhalten (die aktuell im Netz zu findenden Vorschau ist veraltet), das mir noch besser gefällt. Und auch einen neuen Titel: "Aqua Et Vinum" - den ich schon als Untertitel beim Hörbuch verwendet habe Es ist einfach schlüssiger, wenn in allen Titeln der Reihe das lateinische Wort für Wein in irgendeiner Form vorkommt - das es nicht so ist hat mich ehrlich gesagt seit langem gestört.
Adalbert ermittelt erstmals!
Prof. Dr. Dr. Adalbert Bietigheim heißt er, ist Professor für Kulinaristik an der Universität Hamburg, ein schräger Vogel wie dem Film "Die Feuerzangenbowle" entsprungen - und der Held meiner neuen Krimireihe. Sein erster Fall heißt "Die letzte Reifung" (Pendo-Verlag) und spielt im Burgund. Es geht um einen Mord im Käse-Milieu, aber auch Wein kommt selbstverständlich vor (und Julius Eichendorff half bei den Rezepten im Anhang). Ich habe lange an dieser neuen Hauptfigur gefeilt, denn ich wollte jemanden, den Julius-Eichendorff-Leser ins Herz schließen, der aber doch völlig anders ist als mein Heppinger Sternekoch. Außerdem woillte ich eine Romanfigur, die weder auf eine bestimmte Region noch ein bestimmtes Thema festgelegt ist - so wie Julius auf Wein und das Ahrtal. Adalbert kann auf der ganzen Welt ermittelnd un es ist jetzt schon klar, dass es ihn im zweiten Band der Reihe nach Cambridge verschlägt. Es geht es wieder um einen skurrilen Mord (und es bleibt nicht bei einem...) in der Welt des Tees. Geplanter Erscheinungstermin: Herbst 2012. Aber jetzt erstmal "Die letzte Reifung" durchschmökern und einen guten Käse bei der Lektüre bereit halten...
Fragefreitag bei Lovelybooks
Am 12. März ist Fragefreitag bei lovelybooks.de - und ich bin gefragt worden, ob ich diesmal der Autor im "Kreuzverhör" sein will. Klar, habe ich gesagt, gerne. Vor allem, da nur zwei Tage vorher, am 10. März, mein neuer Roman "Die letzte Reifung - Ein kulinarischer Kriminalroman aus dem Burgund" erscheint. Diesmal wieder mit einem menschlichen Ermittler, natürlich mit Wein, aber noch viel mehr mit Käse. Alle Fragen, zum neuen Buch, zur Zukunft von Julius Eichendorff oder was Sie mich sonst schon immer mal fragen wollten, jetzt ist die Gelegenheit sie zu stellen - ich antworte auf alles, versprochen.
HIER gibt es Infos zum Fragefreitag.
Und HIER findet sich meine Lovelybooks-Seite.

Niccolo-Portrait
Heute schrieb mir Georg Diederichs: "Mit sehr viel Spaß und großem Vergnügen habe ich kürzlich Ihren ersten Hundekrimi aus dem Piemont "Tod & Trüffel" gelesen. Die beiden "Spürnasen" Niccolò und Giacomo sind ein klasse Team...!! Jetzt habe ich mit dem zweiten Band "Blut & Barolo" angefangen. Am Wochenende war ich zu Besuch in Offenbach und hatte das Buch dabei. Zwischendurch habe ich einfach mal einen herumliegenden Stift genommen und ein Portrait von Niccolò vorne ins Buch gekritzelt. Ob mir der "kleine Racker" gelungen ist...?"
Klare Antwort: Ja, sehr!
Julius-Eichendorff-Rätsel
Eine der vielen merkwürdigen Traditionen im Hause Henn ist, dass meine Frau mir - obwohl ich dem Kindesalter schon seit einigen Jahren entwachsen bin - einen Adventskalender bastelt. Er besteht zum einen stets aus wunderbaren Pralinen, zum anderen aus einem Quiz. Das kann Musik betreffen, Film und Fernsehen - oder wie in diesem Jahr Literatur. Um genau zu sein: Literatur, die ich sehr gut kennen müsste, in- und auswendig sogar, denn ich habe sie selbst geschrieben. Es war nämlich ein Quiz zu den Julius-Eichendorff-Romanen.
Und ich habe kläglich versagt.
Aber sowas von kläglich.
Es ist natürlich auch schon Jahre her, dass ich die Bücher geschrieben habe. Und mein Gedächtnis ist auch nicht mehr das Beste. Das Alter, der Wein, der Klimawandel, Dioxin in Frühstückseiern und die neue Lampe im Wohnzimmer - das bleibt halt alles nicht ohne Auswirkungen.
Aber vielleicht können Sie es besser? Ganz bestimmt sogar! Und HIER können Sie es beweisen. Auf geht's! Und nachdem Sie gesehen haben, wie geradezu bösartig schwer die Fragen sind, wissen Sie auch viel über den Zustand meiner Ehe... ;-)
"Birne sucht Helene" in der Jahres-Top 10
Jetzt heißt es für mich: Korken knallen lassen! Meine kulinarische Liebeskomödie "Birne sucht Helene" hat es in die Top 10 bei "Die besten Bücher 2010" geschafft. Bei dem Leserpreis des Internet-Portals Lovelybooks platzierte der Roman sich auf Rang 7 in der Kategorie "Romantik". Damit landete er vor Büchern internationaler Stars wie Anna Gavalda, Jodi Picoult, Cecelia Ahem oder Nicholas Sparks.
Lovelybooks veranstaltet alljährlich diesen größten von Lesern vergebenen Preis im deutschsprachigen Raum. 2.500 Titel schafften es in die Vorauswahl, je 35 Titel dann in verschiedenen Genres auf die Shortlist, über 30.000 Leserstimmen wurden abgegeben. Die Besonderheit des Literaturpreises ist es, dass die Bücher von Lesern nominiert werden und es auch Leser sind die über die Gewinner abstimmen.
Deshalb an alle, die für das Buch gestimmt haben: vielen Dank dafür!
WICHTIG: Bis 10. Dezember für "Birne sucht Helene" stimmen!!!
Hurra! Meine Liebeskomödie "Birne sucht Helene" ist auf der Lovelybooks-Shortlist für den LIEBESROMAN des Jahres. Jetzt stimmen die Leser ab. Deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr für mein Buch votet - was bis einschließlich dem 10. Dezember auf DIESER HOMEPAGE möglich ist.
Interview auf hörbuchFM
Es ist schon merkwürdig, wie ich durch das Schreiben den Idolen meiner Jugend begegne. Jürgen von der Lippe und Konrad Beikircher lesen meine Geschichten ein - und jetzt bin ich von Peter Illmann interviewt worden! Fehlt nur noch, dass Woody Allen eines meiner Bücher verfilmt und die "Waterboys" den Soundtrack einspielen. Mehr ginge nicht. Aber zurück zu Peter Illmann: Dieser moderiert mittlerweile die Radio-Sendung "Formel Mord" auf hörbuchFM (www.hoerbuchfm.de). Slogan: "Wer nicht lesen will, muss hören!". Am 20.12. wird dort ein Interview mit mir ausgestrahlt, passend zur Taschenbuchveröffentlichung von "Blut & Barolo". Ich kann es immer noch nicht fassen, Peter Illmann, der war größer als Madonna...
"Wein, Mord & Gesang" erschienen
So, jetzt bin ich auch unter die Herausgeber gegangen. Mein guter Freund und Kollege Ralf Kramp fragte mich, ob ich Lust hätte, eine Anthologie mit Kurzkrimis zum Thema Wein herauszugeben. Hatte ich natürlich. Aber nur, wenn ich ein spanndendes Konzept angehen durfte: zu jeder deutschen Weinregion ein Krimi. So dass am Ende ein krimineller Weinführer für Deutschland herauskommt. Gesagt, getan. Ich sprach 20 Autorinnen und Autoren an, deren Krimis ich schätze (von dieser Stelle aus ein dickes Dankeschön für's Mitmachen!), verteilte die Regionen, schrieb kurze Einleitungstexte zu den Weinbaugebieten und selber einen Kurzkrimi der - natürlich - an der Ahr spielt. Er heißt "Bis(s) im Ahrtal"...
"Wein, Mord & Gesang" (ISBN-13: 978-3940077912) hat 334 Seiten, ist erschienen im KBV-Verlag und kostet 14,50 Euro. Mehr Infos gibt es HIER.
Neuer Krimi beendet
Die Fahnenkorrektur ist durch, Mörderblut klebt an meinen Händen - der neue Krimi ist nun fix und fertig! Erscheinen wird er März 2011 im Pendo-Verlag und spielen wird er im Burgund, dieser für alle Weingenießer mythischen Region Frankreichs. Es geht um Wein, aber noch mehr um Käse, Hauptfigur ist ein wunderbar schrulliger Professor wie aus "Der Feuerzangenbowle" entsprungen. Für Julius-Eichendorff-Fans habe ich übrigens ein kleines Augenzwinkern eingebaut... (aber mehr wird noch nicht verraten!)
"Birne sucht Helene" kommt prima an
Wenn ein neues Buch von mir auf den Markt kommt, ist es immer so, als würde ich ein Boot zu Wasser lassen. Ich habe es nach bestem Wissen und Gewissen gezimmert - aber wird es auch schwimmen? Werden sich die Passagiere wohlfühlen? Bei meiner kulinarischen Liebeskomödie "Birne sucht Helene" ist der Stapellauf nun beendet - und die Stimmung an Bord ist wunderbar! Ich freue mich wirklich sehr über das viele positive Feedback von Medien und Lesern, vor allem da ich mit diesem Buch das Genre gewechselt habe. Vielen Dank dafür!!!
Auftritt bei "Natürlich Steffens!"
In der ZDF-Sendung "Natürlich Steffens!" ging es um das Thema Wein - und ich war einer der geladenen Studiogäste (musste aber nicht wie Bettina Böttinger Trauben treten...). Zu Beginn gab es auch ein paar Aufnahmen aus dem Weinberg zu sehen, den ich mit drei Freunden an der Mosel erstanden habe.
Und HIER IST DAS VIDEO, man kann sich die Sendung komplett noch einmal anschauen. Wunder des Internets. Den Strohhut trage ich übrigens nur im Weinberg, um ein wenig Savoir-vivre an die Mosel zu bringen ;-).

"Birne sucht Helene" im Buchhandel!
Mein neuer Roman ist erschienen! Sein Titel „Birne sucht Helene – Eine kulinarische Liebeskomödie“. Wie man als eingefleischter Krimiautor dazu kommt plötzlich einen Liebesroman zu schreiben? Eine meiner geheimen Leidenschaften sind romantische Komödien wie „Harry & Sally“, „Rendezvous nach Ladenschluss“ oder „Während du schliefst“. Und die goldene Regel lautet: schreib immer das, was du selber gerne liest (oder siehst).
Als begeistertem Hobbykoch kam mir irgendwann die Frage, ob man mit seinen Kochkünsten wohl die Liebe seines Lebens erobern könnte. Ich selber bin ja in festen Händen, aber meine Hauptfigur Paul Birnbaum nicht. Und er kann auch kein bisschen kochen. Schafft er es trotzdem sich seine Traumfrau zu erkochen? Natürlich besucht er auch einen Kochkurs – und wer könnte ihm besser beibringen, wie man den Kochlöffel schwingt, als Julius Eichendorff, der Sternekoch aus Heppingen? Es war wirklich schön, ihn mal wiederzutreffen. So, als würde man einen alten Freund besuchen.
Mehr Informationen zum Buch und sogar einen kleinen Buchtrailer gibt es HIER. Würde mich freuen, wenn es auch eingefleischten Krimilesern gefällt. Zur Beruhigung: erste Testreihen verliefen erfolgreich ;-).
"Birne sucht Helene" bei vorablesen.de
Wer einen längeren Blick in meinen neuen Roman - die kulinarische Liebeskomödie "Birne sucht Helene" - werfen will, kann das jetzt kostenlos bei www.vorablesen.de. Über positive Kommentare freue ich mich natürlich immer! Das Buch erscheint am 11. August im List-Verlag. Bei vorablesen.de kann man auch Exemplare gewinnen.
Arbeit am neuen Krimi. Soviel sei schon verraten: Er spielt im Burgund - und die Recherche war richtig lecker!
Neues Buch: HENKERSMAHLZEIT
Jetzt ist er erschienen, mein zweiter Band mit kulinarischen Kurzkrimis. Sein Titel: „Henkersmahlzeit“ (weil der erste „Henkerstropfen“ hieß). Ich liebe die kurze Prosaform, und hoffe, das merkt man den Geschichten auch an. Diesmal lasse ich in Basel, in Verona, im Elsass und in Südafrika morden, aber auch an so exotischen Orten wie Neustadt an der Weinstraße und Detmold. 25 Geschichten sind es insgesamt – und zu jeder gibt es eine Weinempfehlung von mir.
Ich freue mich besonders, dass der Ahrtaler Spitzenkoch Hans-Stefan Steinheuer - und damit die Inspiration für meinen kulinarischen Detektiv Julius Eichendorff – ein Grußwort beigesteuert hat. Darin erzählt er unter anderem, wie es war, als ihn erstmal Gäste auf sein literarisches Pendant ansprachen…
Erschienen ist „Henkersmahlzeit“ im Emons-Verlag (ISBN 978-3-89705-712-8, 9.90€). Mehr Infos zu dem Buch gibt es HIER.
Neues Buch: MORDS-MUTTERTAG
Ich glaube, dass es kaum verrücktere deutsche Krimis gibt, als die um das Eifel-Trio Carola Coltella, Omma Brock und Kaplan Florian Unkel. Die sind nämlich die reinsten Krimi-Klamotten – wobei Morde (inklusive einer ausreichenden Zahl von Opfern) nicht zu kurz kommen. Nun ist mit „Mords-Muttertag“ Band drei Reihe erschienen. Da „Mords-Weihnachten“ und „Mords-Ostern“ bereits vorliegen, haben wir jetzt alle großen christlichen Feste abgefrühstückt... Ich schreibe „wir“, da diese Krimichen (sie sind relativ kurz) im Kollektiv geschrieben werden: Monica Mirelli (hinter der Uwe Voehl steckt), Ralf Kramp und ich. Und damit irgendeiner den Quatsch kauft, den wir uns da zusammengejodelt haben, liegt jedem Buch eine Tafel Schokolade bei, und verpackt ist das Ganze in einen Organza-Beutel. Wenn Sie jetzt nicht wissen, was Organza ist, sollten Sie das Buch unbedingt kaufen. Erschienen ist das Machwerk im KBV-Verlag (ISBN 978-3-940077-81-3), es kostet 9,95 €. Und wie es aussieht, wird es nicht das letzte dieser Truppe bleiben…
Mehr Infos zu dem Buch gibt es HIER.

Henkerstropfen in Bildern
Aus Anlass von Konrad Beikirchers Lesung aus meinem Buch "Henkerstropfen" in Grafschaft, hat sich die ortsansässige Malerin und Dichterin Dorle Schweiss von meinen Geschichten inspirieren lassen und zwei Bilder dazu gemalt. Darüber freue ich mich natürlich sehr, weswegen ich sie hier (mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin) auch zeigen darf. Die Fotos machte übrigens Gerd Weigl - danke nochmal dafür! Dorle Schweiss ist übrigens seit über 25 Jahren Mitglied der ARE-Künstlergilde Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Heino - leibhaftig!
Bei der Pressekonferenz meines neuen, mit meinen guten Freunden Ralf Kramp und Uwe Voehl (alias Monica Mirelli) verfassten Romanchens "Mords-Muttertag" durfte ich endlich leibhaftig Heino treffen. Er ist echt ein Netter und wir haben uns über Diäten unterhalten. HIER der Beweis (auf das Foto klicken, dann tauche ich auch am Rand auf).
Interview zu den Piemont-Krimis
Ein Interview mit mir zu meinen beiden Hundekrimis "Tod & Trüffel" sowie "Blut & Barolo" findet sich in der neuen Ausgabe der Zeitschrift "WAU!effekt", die kostenlos online als PDF herunterladbar ist. Und zwar HIER
(Seite 8 und 9). Es ist die Hauszeitschrift eines Unternehmens, das Hunde-Coaching anbietet - in diesem Fall lernt jedoch der Mensch vom Hund & nicht umgekehrt. Spannende Sache.
Autor im Verhör
In diesem September findet die „Criminale“, das größte deutschsprachige Krimifestival, in der Nordeifel statt. Die auftretenden AutorInnen werden im Vorhinein mit zehn Fragen ins Kreuzverhör genommen. Das ist nun auch mir widerfahren. Meine ausweichenden Antworten gibt es
HIER.
Neues Wein-Blog
Wein ist ein Thema, über das sich nicht nur wunderbar schreiben lässt – sondern auch wunderbar reden. Und wo geht das heute praktischer als im Internet? Deshalb startet das Weinmagazin "Vinum" erstmals ein Blog. Und als man mich fragte, ob ich dies verantworten möchte, sagte ich auf Anhieb ja. Denn ich selbst bin nicht nur Weinjournalist, sondern auch ein begeisterter Winesurfer in den unendlichen Weiten des Internets. Im Blog soll es News, persönliche Anekdoten, aber auch abseitiges zum Thema Wein geben.
Besondere Kolumnen sind sicherlich die Hörbuchfassung meines humoristischen Weinführers "Weinwissen für Angeber" sowie die Video-Kolumne "Missionswerk Öxle", bei der ich versuche den Kabarettisten Hagen Range - einen Biertrinker - vom Wein zu überzeugen.
Hier der Link: www.vinum.ch/blog
Schlussphase bei zwei Büchern
Ich schreibe gerade an meinen neuen Frühjahrstiteln: der kulinarischen Kurzkrimisammlung "Henkersmahlzeit" (wieder mit Weintipps) und dem Klamauk-Krimi "Mordsmuttertag" (gemeinsam mit Ralf Kramp & Monica Mirelli). Beide Bücher erscheinen im April und können bereits jetzt beim Buchhändler Ihres Vertrauens vorbestellt werden.

Julius – in echt!
Eine besonders freudige Nachricht erreichte mich dieser Tage aus Bad Neuenahr. Genauer gesagt aus dem Hotel Giffels Goldener Anker. Hotelchefin Natja Freund und ihr Mann Christian haben Nachwuchs bekommen – und ihn Julius getauft. „Mir ist der Name durch Ihre Bücher um den überaus sympathischen Helden Julius so richtig ans Herz gewachsen“, schrieb sie mir. „Nun hatte mein Mann natürlich auch ein Mitspracherecht ( :-)) Er hat ein Namensbuch durchgeschaut und alle Namen angestrichen, die ihm gefallen haben. Gottseidank war auch Julius dabei, so dass wir uns schnell schon recht früh in der Schwangerschaft auf diesen Namen einigen konnten.“
Ich freu mich natürlich riesig darüber, dass mein kugeliger Held eine Namensgebung inspiriert hat & wünsche dem kleinen Julius von hier aus alles, alles Gute – und möge sein Geruchssinn so gut sein wie der seines Namenspatrons!
Verhohnepiepelung
Mein guter Freund Uwe Voehl hat ein neues Buch geschrieben. Man könnte auch sagen: Monica Mirelli hat ein neues Buch geschrieben. Denn die zwei sind ein und dieselbe Person. Nein, es hat keine Geschlechtsumwandlung stattgefunden. Uwe hat sich nur für die Krimis "Mords-Weihnacht" und "Mords-Ostern", die wir gemeinsam mit Ralf Kramp geschrieben haben, ein Pseudonym zugelegt. So, jetzt isses raus. Uwe, ich habe dich geoutet!
Er ist im Übrigen ein ganz wunderbarer Mensch - und vom Herrn mit einer ganz wunderbaren Phantasie ausgestattet. Nachzulesen in "Der Kuss der Medusa - Ein phantastischer Roman aus der Eifel" (KBV-Verlag). Warum ich das hier vermelde? Er hat mir ein Exemplar geschenkt mit folgender Widmung: "Revanche ist Rache - aber in aller Freundschaft! Für Carsten alias Sébastian Poulet (sorry :))". Poulet bedeutet im Französischen "Bulle" (wie in Polizist, nicht wie in Stier) - aber eben auch "Huhn"... Und eben dieser Poulet spielt im Roman eine Rolle. Danke Uwe! Wenn ich das Buch durchgelesen habe sprechen wir Zwei uns wieder!
Der Fairness halber sollte ich an dieser Stelle eingestehen, dass ich Uwe auch schon mal in ein Buch eingebaut habe...
Interview Online
Jana Quade von Legimus hat ein Interview mit mir geführt. Es geht darin um den Schreibprozess, die Hundekrimis - und was für die Zukunft angedacht ist.
Das Interview findet sich hier.
Krimi-Reiseführer
Josef Zierden - ein ausgewiesener Kenner der Eifelkrimi-Szene - hat seinen "Eifelkrimi-Reiseführer" auf den neuesten Stand gebracht. Für jeden Ort der Region werden die literarisch-mörderischen Referenzen aufgelistet, die wichtigsten Eifelkrimi-Autoren werden in Porträts vorgestellt. Erschienen ist das Buch im KBV-Verlag, es hat 216 Seiten, viele farbige Fotos und kostet 16,50 €.
Entdecker-Blog
Für meine "Deutsche Wein-Entdeckungs-Gesellschaft" habe ich nun auch ein Blog angelegt, auf dem ich regelmäßig Neuigkeiten poste (wie das jetzt offiziell heißt...). Die Adresse lautet:
http://weinentdeckungsgesellschaft.blog.de


"Tod & Trüffel" beim Club
Mein erster Hundekrimi "Tod & Trüffel" ist jetzt beim Bertelsmann-Club als Sonderausgabe in der Reihe "Tierische Abenteuer" erschienen. Das Buch kostet hier nur 8,45 € - statt 8,95 € wie die reguläre Taschenbuchausgabe. Auch ein hübsches neues Titelbild wurde entworfen - auch wenn die Hunde darauf nicht ganz stimmen (sehen aber wie zwei Nette aus!).
Mehr Infos hier.
"Blut & Barolo" im Klassikradio
Am 4.10. wurde in der Sendung "Lesezeit" von Klassikradio über meinen neuen Roman "Blut & Barolo" berichtet. Das Schöne ist: wer die Sendung verpasst hat, kann sie sich jederzeit problemlos im Internet anhören. Komplett und kostenlos! Inklusive zwei wunderbar vorgetragenen Ausschnitten aus dem Hundekrimi.
Und wie kommt man auf die Seite? Einfach hier klicken. Los geht es bei Minute 33:28. Fazit des Berichts: "Eine spannende, humorvoll geschriebene Abenteuergeschichte mit viel italienischem Flair. Ein toller Krimi - nicht nur für Hundefans."
Mein erster Wein ist da!
Endlich ist es soweit: der erste Wein meiner "Deutschen Wein-Entdeckungs-Gesellschaft" ist abgefüllt! Jedes Jahr kreiere ich mit einem deutschen Spitzenwinzer einen Wein, den es so noch nie gegeben hat - und der dann einmalig und in streng limitierter Auflage erscheint. Bei der Premiere handelt es sich um ein Rotwein-Cuvée aus drei Jahrgängen (2006, 2007, 2008) und vier Rebsorten (Spätburgunder, St. Laurent, Lemberger, Dornfelder). Der Wein kostet pro Flasche 23,- € und kann nur im Internet bestellt werden.
Und zwar hier. Partner bei diesem außergewöhnlichen Tropfen ist das Pfälzer Kult-Weingut Knipser. Wer mehr Infos über diesen verrückten, wilden Wein haben möchte, der findet sie hier:
DER ROTE BARON
Hörbuch-Reihe endlich komplett!
Was lange währt… wird tatsächlich endlich gut! Nun ist das Hörbuch zu „Nomen Est Omen“ erschienen und damit liegt die Julius-Eichendorff-Krimireihe komplett in Hörbuchform gelesen von Jürgen von der Lippe vor. Es hat als Untertitel den Zusatz „Aqua Et Vinum“ erhalten und auch ein entsprechendes Titelbild. Wein ist das Thema der Reihe, und nun kann man es endlich auch auf den ersten Blick erkennen. Dass der zweite Roman – und nicht der fünfte – zuletzt veröffentlicht wird, hat mit dem Erscheinen der Romane sowie Jürgens vollem Terminkalender zu tun. Nicht am Buch selbst, dass mir eines der Allerliebsten der Reihe ist.
Einerseits freue ich mich sehr über das sehr gelungene Hörbuch, andererseits schaue ich es mir mit einem weinenden Auge an. In absehbarer Zeit wird es keinen neuen Eichendorff und kein neues Hörbuch der Reihe geben. Das ist nach so vielen Jahren des literarischen Miteinanders schon komisch. Ich merke, wie ich den Dicken langsam vermisse…
(„Nomen Est Omen - Das Hörbuch“, Emons-Verlag, ISBN: 3897056909, 4 CDs, 19,90 €).
Schokoladiger Niederrhein
Frisch erschienen: Die Anthologie "Bitterböse - Schokoladenkrimis vom Niederrhein" (Leporello-Verlag ,9,90 €). Herausgegeben wurde das Buch von meinen beiden wunderbaren Kolleginnen Ina Coelen und Brigitte Glaser. Von mir ist die Geschichte "Mousse au Mord", die das Thema "Liebe geht durch den Magen" mal mörderisch darstellt... Der besondere Clou des Buches ist, dass zu jeder der 21 schokoladigen Geschichten das passende Rezept abgedruckt ist.
Eifel noch nicht ausgeblutet
Eigentlich müsste die Eifel längst rot sein von dem ganzen Blut, das Krimiautoren in ihr verspritzen. Aber es ist immer noch Platz für ein bißchen mehr! Gerade frische erschienen: die von Jacques Berndorf herausgegebene Anthologie "Tatort Eifel 2" (KBV Verlag, 9,50 €). Zeitgleich erscheint das Werk als Buch und als Hörbuch (Radioropa, 14,95 €). Neben Berndorf selbst lesen Ralf Kramp, Ann-Kathrin Kramer und Ingo Naujoks die Kurzkrimis. Von mir gibt es "Eine Leiche zum Riesling", womit ich endlich wieder an der Mosel eine Blutspur hinterlasse.
Jede Woche Mord
Zum „Literarischen Krimi-Kalender 2010“ des Ars Vivendi Verlags habe ich einen der 53 Kurzkrimis beigetragen. In der 26. Woche (28. Juni bis 4. Juli) finden Sie "Für eine Handvoll Pudding". Außerdem sind unter anderem mit dabei: die grandiose Ingrid Noll, Klassiker –ky, der mehrfach preisgekrönte Kollege Bernhard Jaumann oder der Österreicher Alfred Komarek (ISBN 978-3-89716-948-7, Preis: 20,95 €).
Kostprobe des neuen Krimis
Wer in meinen neuen Roman "Blut & Barolo" mal reinschnuppern - sprich: reinlesen - möchte, kann dies kostenlos und ohne Anmeldung bei www.vorablesen.de tun. Natürlich freue ich mich wie jeder Autor über positive Rezensionen - von Lob & gutem Wein kann ich nie genug bekommen! Hier der direkte Link.
„Blut & Barolo“ erschienen
Niccoló & Giacomo schnüffeln wieder! Diesmal ist das Turiner Grabtuch geraubt worden – und meine beiden tierischen Detektive stecken bei den Ermittlungen mittendrin. Stand im ersten Buch Niccoló mehr im Mittelpunkt, so ist es bei „Blut & Barolo“ (das zeitgleich übrigens auch als eBook - als elektronisches Buch erscheint) Feinschmecker Giacomo.
Zur Recherche ging es ins winterliche Turin – mit Hundeaugen und vor allem Hundenase. Die Turiner werden sich sicherlich gewundert haben, wer der komische Kauz mit dem schwarzen Notizbuch in ihrer schönen Stadt war…
Ich konnte übrigens nicht widerstehen, den Papst nach „Vinum Mysterium“ in einem weiteren meiner Bücher auftauchen zu lassen. Er schreibt sich einfach zu gut.
Ich werde oft gefragt, was mir bei einer Krimireihe besonders wichtig ist. Mir liegt vor allem am Herzen, dass jedes Buch anders ist – und die Leser trotzdem das wiederfinden, was ihnen bei den Vorgängerbänden so gut gefallen hat. Es gibt also kein Schema F wie bei „Derrick“, wo jeder nach fünf Minuten wusste, wer der Mörder ist. Außerdem: erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Zur Lektüre als Getränke empfohlen: Barolo, Barberesco, Barbera. In großen Flaschen am besten!
Mehr Infos hier.
Endlich Zechen!
Meine Freunde wussten es schon immer, jetzt ist es offiziell: ich bin ein Zechbruder! Und das ist eine ganz besondere Ehre, denn ich wurde in die Weinzunft Bacchus / Zechgesellschaft Bacharach-Steeg von 1328 aufgenommen, die älteste Weinbruderschaft Deutschlands. Bei der Aufnahmezeremonie musste ich aus einem alten Stiefel zwei Liter Riesling auf Ex trinken und danach nackt ums Rathaus rennen.
Nein, Quatsch. Das lief alles sehr zivilisiert ab. Es gab ein tolles Essen, wunderbare Weine, einen Bruderschaftsorden und vor allem eine unglaublich nette Stimmung.
Das schöne Städtchen Bacharach am Mittelrhein habe ich sehr liebgewonnen, Winzer Randolf Kauer und seine Frau Martina sind zu guten Freunden geworden, ebenso Koch Andreas Stüber vom Rheinhotel, und der Rhein ist für mich als Kölner sowieso „mein“ Fluss. Deshalb war die Aufnahme ein ganz besonderer Moment. Die Zechbrüder sind übrigens trotz ihrer Tradition ganz modern – Frauen sind auch zugelassen. Jeder darf mittrinken!


„Nomen Est Omen“ Reloaded
Eine meiner Lieblingspostkarten zu Sylvester ist ganz schwarz, darauf steht groß: „Neues Jahr. Frische Unterwäsche.“ Neue Unterwäsche gibt es für meinen Roman „Nomen Est Omen“ nicht, aber ein neues Titelbild. Das erste war irgendwie… suboptimal. Viele erkannten überhaupt nicht, dass es sich um Golfschläger handelt, zudem fehlte der Wein. Für das Hörbuch (welches im September erscheint), malte Heri Stragholz deshalb etwas Neues: eine „erstochene“ Weinflasche. Da eine Neuauflage von „Nomen Est Omen“ anstand, wurde das Buch angepasst – und auch gleich mit dem neuen Untertitel „Aqua Et Vinum“ versehen. Auch das uralte Autorenfoto auf der Rückseite ist nun verschwunden. Das macht mich ganz besonders froh, denn ich bin die Kommentare leid, dass ich mich etwas verändert hätte. Ja, ich weiß, ich habe ein paar Kilo zugelegt. Meine Güte, ich schreibe ja auch kulinarische Krimis! Ich ähnele meinem guten Julius Eichendorff jedes Jahr ein bisschen mehr…
Eigenes „Weingut“
In den letzten Monaten habe ich nicht nur literarisch gearbeitet – sondern auch in flüssiger Form. Ergebnis ist, dass ein lebenslanger Traum in Erfüllung geht: Ich mache endlich eigenen Wein! Allerdings nicht allein, sondern jedes Jahr mit einem anderen deutschen Spitzenwinzer, mit Legenden, die ich seit Jahren bewundere und von denen einige mit der Zeit zu Freunden geworden sind. Getauft habe ich mein wanderndes Weingut „Deutsche Wein-Entdeckungs-Gesellschaft“. Den ersten Tropfen wird es diesen September geben, ein Rotwein-Cuvée, für das ich das legendäre Pfälzer Weingut Knipser gewinnen konnte.
Der Wein kann auf der Homepage der Gesellschaft jetzt schon vorbestellt werden! Sicherlich die ideale Begleitung zu meinen Krimis – schließlich habe ich die Weine beim Schreiben auch ausgiebig genossen...
Mein Eifelschatz
Die Eifelmuseen haben in diesem Jahr eine pfiffige Aktion mit Namen „Eifelschätze“ gestartet. Jedes Museum suchte sich dafür einen Paten, der ein Ausstellungs-Stück des jeweiligen Hauses auswählte, seinen persönlichen Eifelschatz. Das Museum der Stadt Bad Neuenahr – zu dem auch das AhrWeinForum gehört – bat mich darum, Pate zu werden. Diese Aufgabe habe ich sehr gerne übernommen. Meine Wahl fiel auf eine „Vogelkanone“ (ein sogenanntes Knallschreckgerät). Winzer versuchten damit früher Vögel abzuschrecken, die sich die süßen Trauben schmecken lassen wollten – doch die setzten sich nach einiger Zeit seelenruhig auf das Gerät. Ich habe dazu einen kleinen Kurzkrimi geschrieben, der nun im AhrWeinforum an „meinem“ Eifelschatz zu lesen ist. Nähere Infos finden sich hier
Napoleon im Restaurant
Das „Husarenquartier“ in Erftstadt ist eines meiner Lieblingsrestaurants. Nicht nur, weil es nahezu um die Ecke liegt, es seinen Michelin-Stern mehr als verdient hat und man dort zu einem angemessenen Preis (was leider nicht überall in der Spitzengastronomie der Fall ist) schlemmen kann. Sondern vor allem wegen Herbert Brockels Kochstil, den er selbst so beschreibt: „Unsere Interpretation der neuen deutschen Küche verbindet die große Tradition der Haute Cuisine mit den Vorzügen und Besonderheiten des Rheintals. Wir kreieren innovative Spitzenleistungen mit regionalem Akzent.“ Als er mich fragte, ob ich etwas für seine Hauszeitung schreiben würde, sagte ich deshalb sofort zu. Herausgekommen ist die Glosse „Wenn Napoleon ein Restaurant annektiert“, welche man – wie die ganze Hauszeitung – kostenlos im Restaurant erhält, oder als PDF hier findet: www.husarenquartier.de/stuff/MAG_vorschau.pdf
Postkarte mit Katze
Nachdem ich vor Kurzem etwas Kriminelles für die "Postcard-Stories" des Ars-Vivendi-Verlages verfasste, sind nun die Katzen dran. Eine Geschichte, die auf eine Postkarte passt – meine ist natürlich mit einem Verbrechen verbunden, und mit einem pelzigen Leckermaul, das Lesern der Julius-Eichendorff-Romane bekannt sein dürfte... Die Box „Postcard Stories Katzen“ (ISBN 978-3-89716-931-9) enthält insgesamt 25 verschiedene Postkarten und kostet 19,90 Euro.

Ein schwerer Fall
Der Hamburger Fotograf Jean-Pierre Joachimsmeier (www.joachimsmeier.com) dachte sich: Krimiautoren deponieren ihre Leichen ausgesprochen gern in Hotels - wie wäre es, sie selbst einmal dort umkommen zu lassen? Diesen Gedanken verwandelte er in ein Fotoprojekt. Auf dem Krimifestival "Criminale" (2005 im Hochsauerlandkreis) porträtierte er Krimiautoren im Hotel - in dramatischem Schwarzweiß. Darunter auch mich (wobei Ralf Kramp, Renate Müller-Piper und vor allem Nina George die echten Hingucker sind).
Es "erwischte" mich auf der Hoteltreppe, und ich erinnere mich noch gut daran, wie Jean-Pierre Joachimsmeier mich so instruierte, dass es aussah, als hätten sich meine Gliedmaßen beim Sturz auf schmerzhafteste Weise verdreht. Den ausdruckslosen Blick bekam ich dagegen problemlos hin - es war früh am Morgen und ich hundemüde...
Das Ganze ist jetzt als Buch unter dem Titel "Tatort Hotel - Fotografische Fahndungsversuche" erschienen (nähere Infos beim Hochsauerlandkreis, Fachdienst Kultur, www.hochsauerlandkreis.de).
Neuer Hundekrimi!
Gerade habe ich die Arbeit am zweiten Krimi um mein tierisches Ermittlerduo Niccoló und Giacomo abgeschlossen. Der Titel lautet - jetzt darf ich’s verraten - „Blut & Barolo“, und das Buch erscheint im August im List-Verlag. Die Beiden verschlägt es diesmal ins winterliche Turin, was eine Recherchereise in die piemontesische Metropole von mir verlangte, die ich sehr gerne – und unter vollem Körper-Einsatz (sprich: Magen & Leber) - auf mich nahm. Turin hat eine ganz besondere Athmosphäre, atmet unheimlich viel Geschichte und bietet außergwöhnliche Orte, die mich sehr beeindruckten, und die ihren Platz im Buch gefunden haben. Der Roman dreht sich um den mysteriösen Raub des Turiners Grabtuch, einen jungen Pharaonenhund der sich beweisen muss, aber natürlich auch um die Freundschaft Niccolós und Giacomos. Mir ist es wichtig, dass das Buch richtig sinnenfroh ist, man es riecht, schmeckt, hört und natürlich sieht, und dass man mit dem Herzen bei der Lektüre ist, mitfiebert, mitleidet und mitlacht. Meine beiden heimischen Katzen sind zwar nach wie vor eifersüchtig auf die vierbeinige literarische Konkurrenz, aber ich besänftige die Haustiger mit allerlei Leckerlis und Streicheleinheiten. So werden sie mit jedem Hundekrimi noch ein wenig kugelrunder...
Eichendorff-Reise gewinnt GeoAward
Wow! Die Agentur Ibali hat für ihre dreitägigen Julius-Eichendorff-Reisen eine der begehrten „Goldenen Palmen“ der Zeitschrift GeoSaison in der Kategorie Kurz-, Wellness- und Städtereisen gewonnen. Die Jury begeisterte sich für „diese unterhaltsame, erfrischende Art, einen Landstrich kennen zu lernen.“ Mit einer „Goldenen Palme“ werden die innovativsten, schönsten und originellsten Reisen des Jahres prämiert. Eine elfköpfige Jury von Touristikexperten und Reisejournalisten hat dafür mehr als 250 Reiseangeboten ausgewertet.
Ich freue mich sehr darüber, weil die "Ibalis" (so nenne ich sie intern...) unglaublich nette Menschen sind, und die Reise die Auszeichnung wirklich verdient hat. Sie ist ausgesprochen liebevoll zusammengestellt und bietet viele tolle - menschliche wie kulinarische - Begegnungen. In diesem Jahr gibt es gleich drei Termine. Nähere Infos finden sich hier
Mords-Ostern
Eine unerwartete Roman-Fortsetzung nahm im letzten Winter ihren Anfang. Das kleine Krimibüchlein "Mords-Weihnacht", das ich zusammen mit Monica Mirelli und Ralf Kramp schrieb, verkaufte sich überraschenderweise so unglaublich gut, dass es einfach einen weiteren Band geben musste. Dazu kam, dass mir und den anderen AutorInnen das gemeinsame Schreiben so viel Spaß gemacht hatte, dass wir gerne einwilligten Kommissarin Coltella, Kaplan Florian Unkel und Omma Brock nochmals auf Verbrecherjagd zu schicken. Und jetzt ist das Büchlein da – wie der Vorgänger mit einer Tafel Schokolade im Organza-Beutelchen (KBV-Verlag, ISBN 978-3-940077-57-8, 9,95 €). Es ist eine richtige Krimi-Klamotte geworden, mit einem Kaplan im Osterhasenkostüm, einer Oma mit ihrem geliebten Huhn - und natürlich einer außergewöhnlichen Leiche: Der „Rammler des Jahres“ (ein Mensch, kein Hase!) wird ermordet. Mit einer Bio-Möhre. Ist ja bald Ostern.
Hundekrimi jetzt als Taschenbuch
"Tod & Trüffel - Ein Hundekrimi aus dem Piemont" ist jetzt als Taschenbuch zum Preis von 8,95 € im Ullstein-Verlag erschienen. Die schöne Flexcover-Originalausgabe ist trotz mehrfacher Neuauflagen bereits nahezu ausverkauft.
Kartoffeln kriminell
Man soll sich ja nicht seber loben - obwohl es soviel Spaß macht! - aber mein neuer Kurzkrimi "Ein mordsmäßiger Pickert" zählt zu meinen absoluten Lieblingen. Erschienen ist er in der von Claudia Puhlfürst und Uwe Voehl herausgegebenen Anthologie "OWL kriminell - Kurzkrimis aus Ostwestfalen-Lippe" (KBV-Verlag). Mitgemacht haben Krimi-Koryphäen wie -ky, Norbert Horst, Sandra Lüpkes und Ralf Kramp. In "Ein mordsmäßiger Pickert" geht es um die Nationalspeise der OWLer, einen Kartoffel-Pfannkuchen in Monstergröße. Unglaublich lecker - und unglaublich füllend. Erzählt wird die humoristische Geschichte um den besten Pickert-Koch in Form von Zeitungsberichten (unter anderem die "Herforder Weltnachrichten"...). Hier noch die harten Fakten: 21 Geschichten, 264 Seiten, 9.90 €.
Prosit Neujahr op Kölsch
Vor Kurzem traf ich auf einer Lesung in Köln eine liebe, ehemalige Nachbarin wieder. Sie fragte mich, ob sie meine Kurzgeschichte "Mord im Kühlschrank" ins Kölsche übersetzen dürfe, da sie ihr so gut gefiel. Natürlich sagte ich ja, und jetzt liegt das Ergebnis vor. Es ist ganz wunderbar geworden.
Hier gibt es die Übersetzung.
Weihnachtskrimi-Hattrick
Eine der schönsten Zusammenarbeiten der letzten Zeit war die mit Ralf Kramp und Monica Mirello an „Mordsweihnacht“. Wobei sich hinter dem Frauennamen keine rehäugige südländische Schönheit verbirgt, sondern ein wunderbarer Kollege aus Ostwestfaen-Lippe, der sich mit seinen Romanen aus dem Phantastik-, Horror- und Science-Fiction-Genre in ganz Deutschland einen herausragenden Namen gemacht hat. Der gemeinsame Weihnachts-Krimi ist allerdings nicht schaurig, sondern skurril und lustig geworden. Das kleine Büchlein (120 Seiten) ist im KBV-Verlag erschienen und kommt zusammen mit einer Tafel Weihnachts-Schokolade von Lindt im Organza-Beutelchen daher, komplett für 9,95 €. Weitere Infos
hier.
Kurzgeschichten-Hattrick
Im November sind drei neue Anthologien erschienen, die Kurzgeschichten von mir enthalten. Die erste heißt "Köln blutrot" und wurde herausgegeben von Andreas Izquierdo und Angela Eßer. Sie enthält 24 Tote von 16 Autoren – und alle Leichen finden sich in der „Weltstadt mit Herz“ am Rhein. Meine Story "Die Geschichte der Tellerwäscherin" ist eine blutige Hommage an mein Kölner Lieblingsrestaurant „Le Moissonnier“. Erschienen ist der Band in der Kölnisch-Preussischen Lektoratsanstalt (ISBN 978-3-940610-06-5). Er hat 258 Seiten und kostet 10 €.
Meine schon aus dem Sammelband „Henkerstropfen“ bekannte, musikalische Kurzgeschichte „Blue Train“ (ich lese sie live nur mit musikalischer Unterstützung) hat es nun auch die von Wolfgang Kemmer herausgebene Anthologie „In Kürze verstorben“ (ISBN 978-3-940077-42-4) geschafft,. Sie hat rund 200 Seiten und ist für 8,90 € im KBV-Verlag erschienen.
Eine besonders ungewöhnliche Anthologie ist im Ars Vivendi Verlag erschienen – sie besteht nämlich aus 30 Postkarten, alle mit einem Kurzkrimi. Zusammen heißen sie „Postcard Stories Crime 2“ und liegen in einer schwarzen Geschenkbox und kosten 19,90 € (ISBN: 978-3-89716-922-7). Mein Mini-Krimi heißt „Pasta macht glücklich“. Er handelt von einem Mafiakiller und der köstlichen Nudelsorte Strozzapretti,
„Vino Diavolo“ - Der Wein zum Buch
Es war Benno Schneider von der Sinziger Buchhandlung Lesezeit, der auf eine wunderbare Idee kam: Warum nicht einen Wein zum Buch schaffen? Einen „Vino Diavolo“ - zum Genuss während der Lektüre? Gesagt, getan. In Jungwinzer Marc Linden vom Bad Neuenahrer Spitzen-Weingut Sonnenberg fand er den idealen Partner – und nun gibt es ein exklusives Spätburgunder-Cuvée, das den Namen (und den Schriftzug) des Buches trägt. Weitere Infos
hier.
Hatttrick mit Julius, von der Lippe & Beikircher
Es gab keinen Herbst meines Leben, indem soviele neue Publikationen von mir erschienen wie im aktuellen. Und der Monat Oktober hat den größten Anteil daran. Der neue Julius-Eichendorff-Krimi „Vino Diavolo“ erscheint erstmalig zeitgleich in Taschen- und Hörbuchform (natürlich wieder gelesen vom fantastischen Jürgen von der Lippe). Diesmal hat Julius es mit einer Eisweinleiche zu tun, und alle Spuren führen zu ihm selbst. Zu allem Unglück stürzen sich Ahrtaler Kühe von Felsen und seine Verlobte Anna ist weit weg in Kanada...
Mit Konrad Beikircher las einer meiner ganz großen Helden neun der schönsten Kurzkrimis aus „Henkerstropfen“ für das gleichnamige Hörbuch ein. Von niemandem habe ich soviel über meine Heimat, das Rheinland, gelernt wie von Konrad Beikircher durch seine Kabarettprogramme. Er lebt meine „Henkerstropfen“-Geschichten geradezu - ich kam bei den Hörbuch-Aufnahmen kaum aus dem Lachen heraus. Wie er Heinos Klassiker „Rot ist der Wein“ singt, ist ein wahres Fest. Aufnahmeleiter Arnold Kaup hat einige Geschichten mit Geräuschen unterlegt und Robert Nacken hat Titelmelodien für alle Geschichten komponiert - ich bin begeistert!
Pralinen & Wein
Die Leidenschaft für Pralinen teile ich – leider und Gott sei dank! - mit meiner Serienfigur Julius Eichendorff. So kommt es auch, dass ich mit Klaus Passerschröer und Frank Große-Vehne befreundet bin, die den „Pralinenclub Deutschland“ aus der Taufe gehoben haben und ihn heute mit viel Herz und Elan leiten. Nun ist das zweite Buch des Clubs draußen, es heißt: „Meisterhafte Pralinen & mehr: Die perfekte Harmonie - erlesene Tropfen zu feinsten Pralinen“. Das Buch verbindet 50 neue, raffinierte Pralinenrezepte mit der jeweils passenden Getränkeempfehlung. Ich durfte das Kapitel zum Thema „Pralinen & Wein“ beitragen – ein unbarmherziges Recherche-Naschen und –Nippen war nötig. Das Buch ist wirklich wunderschön geworden, und sollte nicht ohne eine bereitstehende Packung Pralinen gelesen werden. Es hat 128 Seiten und ist zum Preis von 14,95 € im Südwest-Verlag erschienen (ISBN: 978-3517084626).
Das größte Butterbrot der Welt
Ein Schreiner bastelt ein Schaukelpferd für seinen Sohn, ein Winzer benennt einen Wein nach ihm, ein Koch kreiert extra ein Gericht ... und ein Schriftsteller? Der schreibt ein Buch. Mein ‚väterliches’ Werk trägt den Titel „Das größte Butterbrot der Welt“. Es ist ein Bilderbuch - und da ich nicht malen kann, hat dies Herbibert Stragholz übernommen (er ist für alle Cover des Emons-Verlages zuständig). Wer mit Kindern zu tun hat, weiß, dass sie die unmöglichsten Dinge essen wollen. Nutella mit Gewürzgurken? Leberwurst mit Honig und Salami? Immer her damit! Mein Sohn ist ein Meister der ungewöhnlichen Kombinationen – und hat damit dieses Buch inspiriert. Darin geht es um den kleinen Frederick, der sich bei einem Restaurantbesuch alles zwischen zwei Brotscheiben wünscht, was er mag. Der Koch meint, das ginge nicht, Frederick zeigt ihm, dass es doch klappt. Das Butterbrot ist allerdigs so groß, dass er es nicht in einem Happen essen kann – und alle müssen helfen...
Das Buch ist für Kinder von 2-6 Jahren geeignet – und an meinem eigenen Nachwuchs erfolgreich getestet. Mehrmals! Der Umschlag ist zudem sehr robust. „Das größte Butterbrot der Welt“ hat 28 Seiten und kostet 12,80 Euro.
Zum Nachhören: „Tod & Trüffel“ im Radio
Gleich dreimal wurde „Tod & Trüffel“ in den letzten Wochen im Radio besprochen oder vorgestellt. Den Anfang machte BR5 mit seiner Sendung „Neues vom Buchmarkt“:
Neues vom Buchmarkt
Klassik-Radio präsentierte in seiner Sendung „Lesezeit“ eine kleine Lesung von Passagen aus dem Roman:
Lesezeit
In der Sendung „Corso“ des Deutschlandfunks wurde ich schließlich zu meinem Doppelleben als Weinjournalist und Romancier befragt:
Corso
Alles kostenlos anzuhören oder herunterladbar.
Schnäppchenpreis
Ein guter Freund machte mich darauf aufmerksam, dass ich eines der teuersten Bücher der Geschichte geschrieben habe. Das war mir neu. Er meinte „Henns Weinführer Mittelrhein“, der eigentlich für 12,80 Euro zu haben ist. Nicht aber so in Amerika. “Eagle Books & Media” verkauft das Buch für $2,450.00 plus $3.99 shipping (die Versandkosten finde ich äußerst fair kalkuliert).
Meine Julius-Eichendorff-Krimis kosten ungefähr dasselbe. Ich freue mich sehr, dass meine Arbeit jenseits des Atlantik so wertgeschätzt wird.
Nun bezweifle ich jedoch stark, jemals auf der Bestsellerliste der „New York Times“ zu landen....
Neuer Roman
Mein neuer Roman „Tod & Trüffel“ erblickt am 18. Juli das Licht der Welt. Das Buch ist ein echtes Herzensprojekt und genau so geworden, wie ich es mir gewünscht habe: mitreißend, mörderisch spannend, faszinierend, kulinarisch und mit der richtigen Prise Humor versehen. Mancher könnte meinen, ich sei voreingenommen, weil ich den Roman schließlich selbst geschrieben habe. Aber ich versichere: das ist eine ganz subjektive Meinung. Ich wäre genauso begeistert von „Tod & Trüffel“, wenn das Buch jemand anders geschrieben hätte.
Ähm, Augenblick!
Ehrlich gesagt wäre ich stinksauer, wenn jemand anders „Tod & Trüffel“ geschrieben hätte. Das ist nämlich meine Idee!
Der Roman kostet 14,90 Euro und die Erstauflage bietet ein Lesezeichen in Hundeknochenform. Wer mehr über den Roman erfahren möchte (es gibt sogar ein Video) sollte auf diese Seite gehen: www.hundekrimi.de
Hörbuch mit Konrad Beikircher
Es war schon ein bisschen unwirklich für mich, Konrad Beikircher beim Vorlesen der besten Kurzgeschichten aus meinem Band „Henkerstropfen“ zu erleben. Seit meiner Jugend bin ich ein großer Fan seiner Kabarettprogramme. Sie haben mir erst klar gemacht, wie rheinisch ich bin (und meine Familie erst Recht).
Konrad Beikirchers Mimik und Gestik in dem kleinen Aufnahmestudio waren, als stände er auf der großen Bühne des Kölner Schauspielhauses. Dabei war es elend heiß in Köln, man schwitzte sogar in der Eisdiele. Das machte ihm aber scheinbar nichts aus. Er lebte die Texte wirklich und gewann ihnen viele neue Seiten ab. Und in den Pausen plauderten wir über guten Wein (aus Südtirol und von Mittelrhein und Ahr).
Jetzt beginnt für mich die Arbeit an der Musik für das Hörbuch, welche wieder vom virtuosen Robert Nacken stammen wird.
Mein Leben mit „Vino Diavolo“
Gerade stecke ich kopfüber im neuen Julius-Eichendorff-Roman „Vino Diavolo“. Ich glaube, so sehr gescheucht wie diesmal habe ich meinen dicken Ahrtaler Koch noch nie. Er muss der Spannung zuliebe so einiges über sich ergehen lassen – gottseidank stehen ihm dabei seine Freunde FX Pichler, Francois van de Merwe, August Herold, Antoine Careme und natürlich seine Verlobte Anna von Reuschenberg zur Seite. Soviel sei schon verraten: es wird eiskalt im Ahrtal – und teuflisch heiß!
Hier der offizielle Ankündigungstext des Emons-Verlags: „Bei der Eisweinlese am Kloster Calvarienberg wird eine Leiche gefunden: Es ist Julius Eichendorffs schärfster Konkurrent, der neu ins Tal gekommene Drei-Sterne-Koch Willi Dobel – tiefgefroren in einem Block Eis. Schnell gerät der Chef der »Alten Eiche« unter Mordverdacht. Zu allem Unglück kann er sich wegen eines Vollrauschs in der Tatnacht an nichts erinnern. Julius versucht verzweifelt, seine Unschuld zu beweisen, doch seine Chancen stehen schlechter als die eines Eiswürfels in der Hölle.“
Zeitgleich mit dem Buch erscheint im Oktober auch das Hörbuch – wieder gelesen vom famosen Jürgen von der Lippe. Ich höre ihn mittlerweile schon beim Schreiben der Romane – selbst wenn ich vorher keinen Wein getrunken habe…
Killerkakao
Nach den erfolgreichen Präsentpaketen "Schwarzen Tod" (Kaffee und Krimis) und „Fünf-Uhr-Tod“ (Tee und Krimis) gibt es nun eine weitere erlesene Kombination aus aromatischem Heißgetränk und kaltblütigem Mord - und wieder in schöner Verpackung und Sammler-Schmuckdose (mit 200 Gramm bestem Kakao von "Beckscocoa"). Das beiligende kleine Büchlein beinhaltet acht kakaohaltige Kurzkrimis. Besonders beeindruckt haben mit H.P. Karrs stilistisch brillante Story „Die Methode Wagner“, und Jürgen Ehlers herrlich lakonischer, und wunderbar romantisch aufgelöster Krimi „Und der Koch in der Kombüse...“. Den Vogel abgeschossen hat aber wieder einmal Ralf Kramp. Mit seiner Geschichte „Die St.-Martin-Katastrophe“ unterstreicht er, dass ihm in Sachen humoristischer Kurzkrimi in Deutschland niemand das Wasser – oder auch den Kakao - reichen kann.
Von mir ist die Geschichte "Die Flüssigkeit der Könige" enthalten. Zwei Chemie-Professoren setzen sich darin auf mörderischste Weise für die Wertschätzung des Kakaos ein.
Das Komplettpaket heißt „Killerkakao“, ist im KBV-Verlag erschienen und kostet 14,90 Euro (ISBN 978-3-940077-32-5).
Kochbuch für „Wilde“
Mir wurde eine besonders große Ehre zuteil: Spitzenkoch Jean-Marie Dumaine vom Restaurant „Vieux Sinzig“ – Vorbild für die Figur des Antoine Careme in meinen Julius-Eichendorff-Krimis – fragte mich, ob ich das Vorwort für sein neues Kochbuch schreiben würde. Seit langen Jahren bin ich ein großer Bewunderer seiner einzigartigen Wildkräuter-Küche, viele wunderbare Abende habe ich im Restaurant von Colette und Jean-Marie verbracht, ihre Herzlichkeit genauso genossen, wie die spektakulären Menüs. Natürlich sagte ich ja und verfasste einige einleitende Zeilen für „Kochen mit Wildpflanzen – Meine Lieblingsrezepte mit den 100 häufigsten Wildkräutern und Wildpflanzen“. Das Buch ist im AT Verlag erschienen (ISBN 978-3-03800-380-9), mit wundervollen Rezepten und Fotos versehen, und kostet 29,90 €. Jean-Maries neues Werk gibt es im Buchhandel, aber auch direkt über den Shop auf seiner Website (www.vieux-sinzig.de), wo sich praktischerweise direkt einige seiner köstlichen Spezereien mitbestellen lassen.
Krimipreis-Nominierung
Mitte Februar erhielt ich eine freudige Nachricht: Meine humoristische Geschichte „Mord im Kühlschrank“ (erschienen im Sammelband „Henkerstropfen“) wurde als eine von fünfen für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis für Kriminalliteratur in der Kategorie Kurzkrimi nominiert. Die Preisverleihung findet am 19. April bei einer großen Gala in Wien statt. Ich bin sehr gespannt, werde aber als überzeugter Zweckpessimist keine Dankesrede vorbereiten…
Neues Julius-Hörbuch
Gerade ist der dritte Teil der Julius-Eichendorff-Krimi-Reihe als Hörbuch erschienen. „In Dubio Pro Vino“ wird wieder kongenial von Jürgen von der Lippe auf 4 CDs vorgetragen. Der Emons-Verlag hat sich viel Mühe mit der Verpackung gegeben, sodass es abermals ein kleines Schmuckstück geworden ist. Nun fehlt nur noch „Nomen Est Omen“, dann ist die Krimi-Reihe komplett als Hörbuch erhältlich. Im Oktober wird aber erst einmal das Hörbuch zum neuen, dem fünften Julius-Eichendorff-Krimi erscheinen – zeitgleich mit dem Roman.
Schnäppchen für die Ohren
"Mords-Eifel" heißt ein neues Hörbuch aus der Radioropa Krimi-Bibliothek. Es enthält Kurzgeschichten aus der gleichnamigen Krimi-Anthologie des KBV-Verlags. 6 CDs mit einer Laufzeit von 7:16 Minuten, dazu eine CD auf der alles in Form von MP3-Files enthalten ist, für nur 12,80 Euro. Neben Herausgeber Jacques Berndorf haben unter anderem Edgar Noske, Carola Clasen, Hubert vom Venn, Gisbert Haefs und Ralf Kramp Geschichten beigesteuert. Von mir ist der Kurzkrimi "Schwarzbraun ist die Haselnusstorte" enthalten, der in "Heinos Rathaus Cafe" in Bad Münstereifel spielt.
Korrektur und Lektorat des neuen Romans, der im Piemont spielt und im Juni im List-Verlag erscheint.
Jeden Tag ein mörderisches Törchen
Nach der „Rhein-Site-Story“ geht am 1. Dezember mein zweites Internet-Krimi-Projekt an den Start. „Una festa criminale“ heißt es und geschrieben habe ich es zusammen mit Ralf Kramp und Uwe Voehl. 24 Folgen erscheinen bis Weihnachten bei Alba Moda. Das Lesen ist absolut kostenlos und es gibt sogar immer mal wieder etwas zu gewinnen. Zur Story: Ein exklusives Eifeler Modehaus bekommt eine ungewöhnliche Bestellung hereingeschneit: Ein Kleid für’s Christkind. Wunschtermin: Weihnachten. Während im Hause überlegt wird, wer dahinter steckt, wird ein bekanntes Model ermordet. Zufällig hat es die gleichen Maße wie das in Auftrag gegebene Kleid für das Christkind…
Die Geschichte ist wunderbar skurril, hat wirklich außergewöhnliche Figuren (ich war für den nicht nur leicht vergeistigten Kaplan Florian Unkel zuständig) und ist ein großer, mörderischer Spaß. Mir hat die Arbeit mit den beiden Kollegen viel, viel Freude gemacht. Dafür von hier aus auch noch einmal Dankeschön, Ihr verrückten Hunde!
Göttlich - Pralinen und Wein
Als mich der „Pralinenclub Deutschland“ fragte, ob ich mit ihnen zusammen die perfekten Wein-Pralinen-Kombinationen suchen möchte, habe ich als bekennender Schokoholiker natürlich sofort und laut „Ja!“ gesagt. Nach vielen Weinproben und Besuchen bei Meister-Chocolatiers gibt es nun die beiden ersten Pakete, die auf den schönen Namen „Genussliebschaften“ hören. Eines vermählt den Riesling „Jean Baptist“ des rheinhessischen Spitzengutes Gunderloch mit genau darauf abgestimmten Maracuja- und Zitronentrüffeln. Der Rotwein „Nico“ vom württembergischen Vorzeigewinzer Jürgen Ellwanger harmoniert grandios mit Amarena-Kirsch, Walnuss-Krokant und cremigen Macadamia-Nuss Pralinen. Es ist der Wahnsinn! Die edlen Holzkisten mit je einer Flasche Wein, 30 Pralinen und einer Meisterschokolade zum Selberkombinieren kosten 49,90 Euro inklusive Versandkosten. Mehr Infos hier:
Die Genussliebschaften des Pralinenclubs Deutschland
Das Ende des Eifel-Krimis?
Nicht erschrecken bei der Überschrift! Um das Ende des Eifel-Krimis geht es in meiner Geschichte "Nur noch einen", die in der gerader erschienenen Anthologie "Tatort Eifel" (herausgegeben von Jacques Berndorf) veröffentlicht wurde. Hauptperson des Kurzkrimis ist der Hobby-Fossiliensammler Wilhelm Kremer - leider ist er durchgedreht. Im Buch finden sich Geschichten von vielen wunderbaren Autoren wie Jürgen Ehlers, Sandra Lüpkes, Ralf Kramp, Anlega Eßer, Harald Bongart, Horst Eckert, Carola Clasen oder Tatjana Kruse, um nur einige zu nennen. Das Buch kostet 9,50 Euro (ISBN 978-3-940077-16-5) und ist ab sofort im Buchhandel erhältlich.
Zeitbanditen
... heißt das neue Buch des ARE (Autorenkreises Rhein-Erft), dessen Mitglied ich seit Jahren bin. Der Titel spielt darauf an, dass jeder Autor seinem Leser Zeit stiehlt - wenn auch auf ganz besondere Weise. Ich habe mit "Antoinettes Beine" und "Der gute Herr Schumacher" zwei Geschichten aus meinem Band "Henkerstropfen" zur Verfügung gestellt. Das Buch versammelt neben Prosa auch Lyrik, Sachtexte und sogar ein Lied. Es hat 208 Seiten, versammelt Texte von sechzehn Autorinnen und Autoren und ist für 10 Euro im Buchhandel, oder in diesem Fall einfacher beim Verlag selbst zu erwerben. Weitere Infos: http://www.landpresse.de/verlag_buch_dsp.php?id=u6MhP7mULAZIAnQ
Ein Blick in die Zukunft
Die Arbeit am neuen Roman hat begonnen! Diesmal wird es kein Julius-Eichendorff-Buch werden, sondern eine Geschichte, die ganz woanders spielt aber bei der ebenfalls das Kulinarische nicht zu kurz kommt. Mehr will ich noch nicht verraten, da bin ich abergläubisch. Über noch nicht beendete Bücher spricht man nicht (außer mit der eigenen Frau, dem Lektor und den Katzen…). Mit Julius geht es im Frühjahr weiter, wenn das Hörbuch zu „In Dubio Pro Vino“ erscheint, wieder gelesen vom wunderbaren Jürgen von der Lippe. Der nächste Julius-Roman wird dann im Spätsommer/Herbst erscheinen. Bereits vorher wird das Buch erscheinen an dem ich gerade schreibe. Ich würde mich sehr freuen, wenn viele Julius-Leser sich dafür genauso begeistern können wie ich.
*** Urlaub ***
Neues Buch – auch mit Julius!
Seit Jahren ärgere ich mich darüber, dass Geschichten, die ich für Anthologien geschrieben habe, auf eine gewisse Art und Weise verloren gehen. Anthologien sind mehr oder weniger ein Saisongeschäft und werden nur in den seltensten Fällen nachgedruckt. Mit der Zeit sind aber etliche Storys zusammenkommen, die mir sehr am Herzen liegen, und die bisher nur in ebensolchen Büchern zu finden waren. Jetzt habe ich endlich Abhilfe geschaffen. Ich habe meine besten Kurzgeschichten ausgewählt, alle nochmals überarbeitet, etliche neue dazu geschrieben und ein Buch zusammengestellt. Es heißt „Henkerstropfen“, hat über 200 Seiten, ist im Emons-Verlag erschienen, kostet 9 Euro und beinhaltet 23 kulinarische Kurzkrimis - häufig geht es um Wein, aber auch um schwarzbraune Haselnusstorten, rachsüchtige Schafshirten und sogar einen Mord im Kühlschrank. Das Vorwort hat 3-Sterne-Koch Dieter Müller gekocht, einer der großen Küchenkünstler unserer Zeit. Als besonderes Schmankerl gibt es eine neue Julius-Eichendorff-Geschichte, die Julius und FX unter dem Einfluß großer Mengen Weins zeigt. Überhaupt Wein: die Geschichten sind in Kapitel eingeteilt, je nachdem, was für ein Wein zum Lesen passt. Ein Roter, ein Weißer, ein edelsüßer Tropfen oder gar etwas Schäumendes? Ich bin – ganz frank und frei gesagt – sehr glücklich über dieses Buch und finde, es ist richtig schön geworden. Mit anderen Worten: Kaufen, lesen, gutgehen lassen!
Schmeckbare Geschichte
Nachdem die Arbeit an „Henkerstropfen“ abgeschlossen und das Buch im Druck ist, widme ich nun wieder verstärkt meiner journalistischen Arbeit. Für das internationale Weinmagazin „Vinum“ verfasse ich eine Serie über autochtone deutsche Reben. Darunter werden Sorten verstanden, die ursprünglich aus Deutschland kommen – also anders als zum Beispiel Chardonnay oder Cabernet Sauvignon keine französischen „Importe“ sind. Es ist spannend, diesen alten deutschen Eingeborenen auf die Spur zu kommen und sich tief in die Geschichte des Weinbaus zu verbuddeln. Mit Frühburgunder, Rotem Riesling und Orleans durfte ich mich bereits beschäftigen, weitere folgen. Diese Rebsorten sind ein Schatz, den es zu pflegen gilt.Denn wenn wir es nicht machen, gibt es irgendwann nur noch wenige Rebsorten – und wir verlieren einen Teil unserer Kultur. Besonders gefällt mir, dass zu jeder Rebsorte ein Weinpaket angeboten wird. So kann man diese extrem seltenen Rebsorten auf die schönste Art und Weise kennenlernen.
Mörderischer Tee
Nachdem der KBV-Verlag im letzten Jahr Kaffee mit seiner Anthologie „Schwarzer Tod“ kriminell erschlossen hat, ist nun der Tee mit „Fünf-Uhr-Tod“ dran. „Ohne Teatime kommt kein echter englischer Landhauskrimi aus, ein heißer Friesentee mit einem Schuss Rum hilft manchmal, wenn in den Dünen die Schatten länger werden, ein köstlicher Eistee kann mitunter das Temperament des Profikillers abkühlen“, begründet der Verlag seine mörderische Wahl – und wer will da ernsthaft widersprechen? Jacques Berndorf, Carola Clasen, Jürgen Ehlers, Regula Venske, H. P. Karr, Ralf Kramp, Anne Chaplet und ich haben je eine kurze Geschichte zu dem schmalen Büchlein beigesteuert. Bei meiner – extrem skurrilen - Story „Und was ist mit Tod?“ will jemand den Giotto-Mann umbringen. Dass Buch gibt es nur als Komplettpaket (ISBN-.10:3937001964) zusammen mit 200 Gramm exquisiten Tees in einer schön gestalteten Schmuckdose. Preis: 14,90 Euro.
Jetzt auch auf tschechisch!
Es ist für einen Autor nicht unbedingt eine Freude, wenn er plötzlich feststellen muss, dass eines seiner Bücher – ohne sein Wissen – übersetzt worden ist. Passieren tut so etwas trotzdem immer wieder – und jetzt ist es auch mir passiert. „Wein – Ein Schnellkurs in 10 Gläsern“ heißt auf tschechisch „Víno - Rychlokurz v 10 sklenkách“. Der Coverautor meint „Procviète si tedy nos a patro a vydejte se s námi na putování do fascinujícího svìta vína!“ – klingt gut, auch wenn ich keine Ahnung habe, was das heißen mag. Vielleicht gibt es das Buch mittlerweile auch schon auf Kisuaheli, serbokroatisch und rätoromanisch – wer als erster weitere fremdsrachige Ausgaben entdeckt bekommt von mir einen richtig guten Wein geschickt (und damit hat diese Homepage nun ihren ersten Wettbewerb!).
Arbeit an "Henkerstropfen", einer Sammlung von kurzen kulinarischen Krimis
Köstliches mit Wein
Gabriele Poloczek und Doris Franzen sind zwei ganz besonders liebe Kolleginnen, die unglaublich viel vom Kochen verstehen. Schon ihr Buch „Himmlische Genüsse - Vom Engelskuss zum Nonnenfürzchen“ hat mich begeistert. Es beinhaltet ausschließlich Rezepte, die aufgrund ihrer Herkunft und Namensgebung einen Bezug zur Kirche haben. In ihrem neuen Buch „Köstliches mit Wein“ (Emons-Verlag, ISBN 3897054604, 16,90 Euro) hat nun jedes Rezept einen „Schuss“ (glücklicherweise einen Schuss Alkohol!). Ich habe mich sehr gefreut, als die beiden mich fragten, ob ich Weintipps (ausschließlich deutsche Weine) zu den Rezepten schreiben würde. Da musste ich nicht lange überlegen! Und das launische Vorwort durfte ich gleich mit übernehmen. Neben den leckeren Rezepten sind vor allem die Fotografien von Bernd Poloczek ein Grund das Buch zu erstehen. Hier gibt es keine gelackte Foodfotografie, die einen sowieso nur verwzweifeln lässt, weil das selbst Gebrutzelte soviel mickriger aussieht. Es sind Impressionen aus Weinberg, Keller und Küche - und sie wunderbar.
Wieder was auf die Ohren!
Im August habe ich bereits voller Vorfreude darüber berichtet, jetzt ist es endlich da: das zweite Julius-Eichendorff-Hörbuch! Der Verlag wollte direkt nach Erscheinen des neuesten Falls „Vinum Mysterium“ das passende Hörbuch herausbringen, deswegen wurde chronologisch etwas gesprungen. Die anderen Fälle sollen später als Hörbuchfassung folgen. Jürgen von der Lippe schafft es wieder kongenial meinen Figuren leben einzuhauchen. Die kurzen Zwischenmusiken stammen diesmal von Piano-Großtalent Abelardo Goco Galang II. Das 4 CD-Palet ist wunderschön aufgemacht und für 19,90 Euro zu erstehen (Emons-Verlag, ISBN 3-89705-458-2).
Weinführer Supermarkt
Wer jemals vor einem Supermarktregal stand, auf der Suche nach einem ordentlichen Wein für den Abend, weiß, was Panik ist. Nie ist einer da, der einem in dem Wust von Flaschen und Etiketten helfen kann. Genau an demPunkt setzt der „Weinführer Supermarkt“ an. Für das kompakte Buch habe ich das Angebot von Deutschlands größten Supermarktketten, sowie des größten Bio-Supermarktunternehmens, verkostet und alle empfehlenswerten Weine nach einem Drei-Punkte-System bewertet (und in Preisgruppen eingeteilt). Wichtiger als schnöde Punkte sind aber die Beschreibungen der Weine, damit man wirklich weiß, was auf einen zukommt, wenn die Flasche mal entkorkt. Hinweise auf Schnäppchen, ein besonderes Augenmerk auf Schaumweine und Bio-Kreszenzen runden das Buch ab. Es ist handlich klein, mit Etiketten praktisch bebildert (damit man den Wein auch schnell findet) und mit 5,95 Euro bestens erschwinglich (Südwest-Verlag, ISBN 3517082333).
Henns lustiger Weinführer
Neuer Name – selbes Buch: „Henns lustiger Weinführer“ ist nichts anderes als „Weinwissen für Angeber“. Allerdings neu verpackt! Mit dem Buch (also der neuen Verpackung des Textes) bin ich zufrieden, mit dem Titel weniger. Ich selbst mißtraue allen Büchern, die Begriffe wie „lustig“ oder „humoristisch“ im Namen tragen zutiefst. Mit wäre „Henns absolut todernster Weinführer“, oder von mir aus „Henns bierernster Weinführer“ (obwohl sich das von den Alkoholika her schon arg beißt...) lieber gewesen. Sei’s drum. Dafür gibt es nun ein schmuckes Lesebändchen, einen hübschen Umschlag, und neue – an den Jugendstil erinnernde – Zeichnungen, welche die teilweise doch sehr albernen in „Weinwissen für Angeber“ abgelöst haben. Es ist also ein schmuckes neues Ding geworden, und kostet jetzt 7,95 Euro (Bassermann-Verlag, ISBN 3809419834).
Schneller als das Netz erlaubt
Der Krimi zur Hockey-WM in Mönchengladbach, der im Internet unter www.rhein-site-story.de zurzeit kostenlos als Fortsetzungsroman mit begleitenden Comics, Soundtracks und Fotos veröffentlicht wird, ist als Buch erschienen. Im Netz ist die letzte Folge erst am 17. September – am Tag des WM-Finals - zu lesen, in gedruckter Form schon jetzt.
Das Projekt war eine wunderbare Erfahrung, und die Zusammenarbeit mit zwei so netten und kreativen Kolleginnen wie Jutta Profijt und Patricia Vohwinkel ein echtes Highlight für mich. Als Autor konnte ich meinen Part des Romans, den Blickwinkel von Hockeytorwartlegende und Kneippier Ulf „Pelvis“ Kossitzke, so gestalten, dass ich die Figur all das machen ließ, was bei Julius-Eichendorff-Krimis unangemessen wäre. Also Sex, Drugs & Rock’n’Roll. Pelvis’Moralvorstellungen sind... individuell, seine Einstellung zu Gewalt... sehr zuvorkommend. Und auch was das andere Geschlecht betrifft, geht es bei Pelvis deutlich deutlicher zu, als bei Julius. Trotz allem: ein prima Kerl, mit dem man Pferde stehlen kann – und auch sonst noch einiges.
Der Roman heißt „Der Tod spielt mit“, ist im KBV Verlag erschienen (3-937001-81-6), hat 246 Seiten und kostet 9,50 Euro.
Gänsehaut garantiert
Einmal im Jahr bitten mich Ralf Kramp und Manfred Lang etwas richtig Unappetitliches zu schreiben: eine echte Gruselgeschichte. Und jedes Jahr komme ich der Bitte gerne nach, um bei der schönen „Abendgrauen“-Veranstaltung in der Eifeler Schlossstadt Kerpen etwas Neues präsentieren zu können. Nun gibt es auch wieder ein neues Buch zu diesem Event, dass viele klassische Schauerlegenden, sowie Kurzgeschichten von einigen aktuellen Autoren (u.a. Jacques Berndorf, Harald Bongart, Carola Clasen, Erika Kroell, Georg Miesen, Michael Siefener) versammelt. Ich habe vier schaurige Geschichten beigesteuert (darunter „Die Bestie von Traben-Trarbach“) – bei denen natürlich irgendwie auch immer Wein oder gutes Essen eine Rolle spielen. Ich kann es einfach nicht lassen…
Die Anthologie ist im KBV-Verlag erschienen, mächtige 360 Seiten stark, mit sehr stimmungsvollen Schwarzweißfotografien von Theo Broere versehen, und kostet 15,90 Euro (ISBN 3-937001-92-1).
Neues Hörbuch
Gerade sind die Aufnahmen für das neue Julius-Eichendorf-Hörbuch in Berlin beendet worden. Wieder leiht der Kabarettist, Entertainer und Genussmensch Jürgen von der Lippe den Figuren auf seine unnachahmliche Art eine Stimme. Da das zugrunde liegenden Werk „Vinum Mysterium“ um einiges umfangreicher ist als „In Vino Veritas“ beim ersten Hörbuch, wird es diesmal 4 statt 3 CDs geben. Weitere Infos bei Veröffentlichung im November. Das Hörbuch kann aber bereits jetzt bei amazon.de und sicher auch beim örtlichen Buchhändler vorbestellt werden.
Zweimonatlicher Mordshappen
Die Restaurant- und Wein-Führer des Gault Millau zählen zu den renommiertesten ihrer Art, und haben nun Nachwuchs bekommen: "Gault Millau - Das Magazin für Genießer". Ab Ausgabe Nummer zwei des sechsmal jährlich erscheinenden Magazins steuere ich jeweils einen kulinarischen oder vinophilen Kurzkrimi bei. Im aktuellen Heft heißt er „TJ“ und dreht sich um Weinflaschen aus der legendären Sammlung des US-amerikanischen Präsidenten Thomas Jefferson. In der nächsten Ausgabe folgt die Mafia-Farce „Il Branzino Siciliano“, bevor wieder ein Heft später „Antoinettes Beine“ in der Normandie locken. Mehr wird nicht verraten. Informationen zum Magazin und ein Bestellformular finden sich unter: www.gaultmillau.de/magazin/ausgabe0206.htm
CD Fund
Durch Zufall habe ich erfahren, dass bereits vor einigen Monaten eine CD erschienen ist, auf der ein Ausschnitt aus dem Buch "Weinwissen für Angeber" (das im September unter dem Titel „Henns lustige Weinschule“ neu aufgelegt wird) enthalten ist. Die Schauspieler Meike Schlüter, Stefan Filipiak und François Smesmy lesen auf der CD „Weinlesen“ (O-Ton-Produktion) zudem Texte von Klassikern wie Tucholsky und Hesse, aber auch von modernen Autoren wie Wolfgang Burger und H. P. Karr (zwei Krimikollegen). Die Auswahl für die 60 Minuten lange CD ist geschmackssicher - der Hörer erfährt unter anderem, woher der Ausdruck "möpseln" kommt, oder weshalb Hesse niemals seinen Durchbruch als Weinkritiker hatte.
"Vinum Mysterium"
Nun erlebe ich schon das vierte Buch mit Julius, und finde doch immer neue Seiten an ihm, seinen Freunden und dem Ahrtal. Es ist für mich als Autor erstaunlich was für ein Eigenleben Julius Eichendorff entwickelt hat, und wie er sich sträubt, wenn ich versuche etwas zu schreiben, was nicht zu ihm passt. Er bekommt natürlich immer seinen Willen.
Im vierten Julius-Eichendorff-Krimi wollte ich eine andere Struktur, einen Mörder, der während der Ermittlungen mit Julius Kontakt aufnimmt. Und ich wollte besonders skurrile Mordfälle, die peu a peu aufgeklärt werden - während der Mörder im Schatten bleibt. Erstmalig finden sich zwei Rezepte im Anhang abgedruckt, da ich mich einfach nicht zwischen ihnen entscheiden konnte.
Zur Geschichte: Das Ahrtal ist wie entvölkert. Ein Serienmörder sucht sich seine Opfer scheinbar wahllos unter allen, die bei Winzern, Restaurants, ja sogar in trauter Runde ein Glas Wein trinken. Kein Tourist wagt sich mehr ins Tal. Sternekoch und Hobbydetektiv Julius Eichendorff hat es in seinem bisher kniffligsten Fall mit einem brillanten Gegensacher zu tun. Nur ihm schickt der Täter flüssige »Nachrichten aus dem Totenreich«, und nur er soll sie entschlüsseln können. Ein Nasenwettbewerb mit Deutschlands berühmtesten Winzern, ein pompöser 120ster Geburtstag, die zurückkehrende Reblausplage und nicht zuletzt eine Wahrsagerin, die im Wein die Zukunft liest, lassen Julius bei der Lösung des Falls saurer werden als ein Spreewälder Gurkenfass. Und zu allem Unglück muss er auch noch für einen ganz besonderen Gast kochen: den Papst.
Das zum Schluss von Julius gekochte Menü ist dem Papst übrigens genau so (naja, fast…) auf dem Weltjugendtag serviert worden. "Vinum Mysterium" erscheint im Emons-Verlag und kostet 9 Euro (ISBN 3-89705-424-8 ).
"Henns Weinführer Ahr"
Das Ahrtal ist meine "Weinheimat" - ich habe zu meiner Liebe für den Wein des Tals und die Gegend selbst wahrlich nie einen Hehl gemacht. Ein guter Freund sagte mir, als ich ihm von meinen Vorhaben erzählte einen "Ahrweinführer" zu schreiben: "Ich wunder mich, warum du das nicht längst getan hast. Nichts lag näher!" Da sah ich selbst den Wald wohl vor lauter Bäumen nicht…
Das Ahrtal steht für die Erfolgsgeschichte schlechthin im deutschen Weinbau. Innerhalb von zwei Jahrzehnten hat sich die Region vom Ausflugsziel für Kegelbrüder zum Anbaugebiet für Spitzenweine gemausert. Nur rund 500 Hektar groß, ist es Deutschlands kleinstes Rotweingebiet – aber was für Weine werden hier gekeltert! Vor allem die Spätburgunder-Rotweine der Schieferböden zählen zu Deutschlands edelsten Kreszenzen. Die faszinierende Geologie, die wechselvolle Geschichte, die besten Rebsorten und die herausragenden Lagen, hier werden sie ausführlich dargestellt. Tourentipps, ein immer währender Veranstaltungskalender und Weinrezepte runden das Buch ab. "Henns Weinführer Ahr" erscheint im Emons-Verlag und kostet 12,80 Euro (ISBN 3-89705-431-0).
Mörderische Rezepte
Der SWR trat an mich mit einer wunderbaren Idee heran: Warum nicht ein mörderisches Menü für den SWR4-Kochclub kreieren, das mit Rezepten aus allen Julius-Eichendorff-Krimis bestückt ist? Gefragt, getan. In der letzten Aprilwoche läuft jeden Tag um die Mittagszeit ein kleiner Beitrag, in dem man mich kochen hören kann. Folgendes richte ich an: Herr-Bimmel-Suppe, Bachsaibling mit Waldpilzen und Spinatravioli, Johann Sebastian Bach’s Lamm, Pullum Numidicum - Numidisches Huhn nach Apicius, Döppekuchen verkehrt.
Alle Rezepte finden sich auch auf folgender Homepage: www.swr.de/swr4/rp/ratgeber/essen/kochclub/-/id=263668/13sht38/index.html
36 Tatorte
Im Vorfeld der Criminale 2006 – des größten deutschsprachigen Krimifestivals - hatten die Stadt Koblenz und 35 umliegende Städte und Gemeinden jeweils für ein verlängertes Wochenende Krimiautorinnen und -autoren aus dem Syndikat (der Vereinigung der deutschsprachigen Krimiautoren) eingeladen, um für einen Kurzkrimi speziell in diesem Ort zu recherchieren. Aus den "Ermittlungen" der Autorinnen und Autoren vor Ort entstanden nicht nur 36 spannende Krimis, sondern gleichzeitig eine Momentaufnahme der teilnehmenden Orte, die sicherlich auch manchen reizt, diese einmal zu besuchen, um sie kennen zu lernen.
Ich selbst hatte das Glück über Kamp-Bornhofen schreiben zu dürfen, wo die melancholisch-poetische Kurzgeschichte "Die Zeit der Kirschen" entstanden ist. Empfehlenswerte Kurzkrimis im Band stammen von Kathrin Heinrichs (Hexenjagd in Bassenheim), Heidi Rehn (Das Beltheimer Gericht), Tatjana Kruse (Schlau wie die Kastellauner Böck), Ralf Kramp (Ottos Auge), Oliver Buslau (Der Traum des Apoll), Nessa Altura (Ruitscher Glück) und Patricia Vohwinkel (Das Hausmittel). Nähere Infos zu dem Buch "Tatorte" finden sich unter http://www.kontrast-verlag.de/Kontrast-Verlag.html.
Die Anthologie ist im Kontrast-Verlag erschienen und kostet 9,90 Euro (ISBN 3935286627).
Rhein-Site-Story
Das vielleicht spannendste Krimiprojekt des Jahres startet am 1. Mai im Internet – und ich freue mich sehr, dass ich einer der vom Kulturbüro Mönchengladbach ausgewählten Autoren bin. Jutta Profijt, Patricia Vohwinkel und ich werden bis zum Finale der Hockey-Weltmeisterschaft in Mönchengladbach gemeinsam einen Kriminalroman schreiben. Soviel sei schon verraten: In der ersten Folge wird die Leiche des deutschen Hockey-Präsidenten gefunden. Mit einem unangenehm umfangreichen Splitter im Auge, und in den Beton des Siegerpodests eingegossen.
Ich schreibe den Part des Pelvis Kossitzke - alt-internationale Hockey-Torwartlegende, schwarzes Schaf der Sportfamilie, Elvis-Fan bis aufs Blut und inzwischen Wirt einer für ihre Currywurst berühmten Fußballkneipe. Ein rauer Geselle, der auch vor schlagkräftigen Argumenten nicht zurückscheut.
91 Folgen werden bis zum September im Rhythmus von 1-2 Tagen im Internet erscheinen. Drei Musiker veröffentlichen zu ca. jeder zweiten Folge eigenwillige Soundtracks, drei Künstler zeigen dazu Comics, Fotos und Animationen. Fast jeden Tag gibt es etwas Neues zu lesen, zu hören, zu schauen auf
www.rhein-site-story.de
Die Homepage ist kostenfrei. Jeder kann auf diese gehen, ohne sich registrieren zu müssen.
Im September wird das Projekt auch als Buch unter dem Titel "Der Tod spielt mit" im KBV-Verlag erscheinen.
Kein kalter Kaffee
…sondern "Schwarzer Tod"! So heißt nämlich die Krimianthologie, welche sich auf rund 100 Seiten nur um das mörderische Gebräu dreht. Geschichten dafür schrieben neben mir Jacques Berndorf, Anne Chaplet, Egon Olsen, Jürgen Ehlers, H.P. Karr, Carola Clasen und Ralf Kramp. Mein Kurzkrimi heißt "Der gute Herr Schuhmacher" und dreht sich um die enorm abergläubige Hauptfigur, welche sich ihre Zukunft aus dem Kaffeesatz lesen lässt. Der Clou des Buches: Es ist nur als Präsentpaket mit einer wunderschön gestalteten Schmuckdose und 250 Gramm der köstlichen Kaffeemischung "Schwarzer Tod” erhältlich. Diese dunkle Röstung edler Hochland-Arabicas aus Nicaragua, Mexico und Papua Neu Guinea wurde von der kleinen und besonders feinen Dauner Kaffeerösterei exklusiv komponiert. Buch und Kaffee sind im KBV-Verlag erschienen und kosten 14,90 Euro (ISBN 3-937001-71-9).
Schreiben in Stereo
Zwei Bücher gleichzeitig zu schreiben ist anstrengend – aber die Arbeit befruchtet sich auch gegenseitig. Im Mai werden zeitgleich der vierte Julius-Eichendorff-Kriminalroman "Vinum Mysterium" und "Henns Weinführer Ahr" erscheinen. Zurzeit springe ich von Julius zum Wein und wieder zurück. Zum einen haben beide natürlich sehr viel gemein, zum anderen ist es wunderbar nach einem Prosatext etwas Journalistisches zu schreiben und umgekehrt. Jedes Mal ist es eine erfreuliche Abwechslung. Beide Bücher "wachsen" parallel und ich bin zuversichtlich, dass sie pünktlich zur großen Buchpräsentation im Sinziger Schloss am 21. Mai vorliegen werden.
Soviel sei zum Inhalt bereits verraten: Julius hat es in seinem bisher kniffligsten Fall mit einem Mörder zu tun, der ihm flüssige Hinweise auf seine zukünftigen Opfer zukommen lässt. Die Eichendorff’sche Nase ist gefordert!
*** Urlaub ***
Sammelsurischer Weihnachtsbuchtipp
Eine regionale Zeitung bat mich einen Weihnachtsbuchtipp zu verfassen. Und da ich auch auf Lesungen - je näher es an Fest der Feste herangeht - des Öfteren nach einem solchen gefragt werden, folgt er nun einfach auch hier:
"Es gibt nicht nur lecker dampfende Kochtöpfe, in die man immer wieder gern die Nase rein steckt, sondern auch Bücher. Genau so eines ist "Schotts Sammelsurium Essen & Trinken". Durchlesen könnte man es aber sowieso nicht, denn es ist ein kunterbuntes Durcheinander von appetittlichen und unappetittlichen Fakten zum Thema. So erfährt man, dass Frank Sinatra bei jedem Auftritt 24 eisgekühlte Riesengarnelen wünschte. wie Fledermaus schmeckt, und wie viel Gipfel ein 200 Gramm Toblerone Gipfel hat (15). Muss man natürlich alles nicht wissen, ist aber richtig unterhaltsam. Das kleine Buch kostet 16 Euro und im Bloomsbury Verlag erschienen. Ich habe es mr eigentlich gekauft um für meinen vierten Julius-Eichendorff-Krimi mit dem Titel zu recherchieren, der im nächsten Mai erscheinen wird. Das ein oder andere wird man wieder finden, zum Beispeil woran der griechische Lyriker Anakreon erstickte..."
Jürgen von der Lippe liest "In Vino Veritas"-CD
Hätten Sie's gewusst? "Tom Ka" ist eine thailändische Gewürzpaste, die unter anderem aus Galangawurzel und Zitronengras besteht. Und aus der man mit Wasser, Kokosmilch und Hühnerbrustfilet eine schmackhafte Suppe zubereiten kann, ganz fix und ein Hit bei Gästen. Berichtet zumindest Jürgen von der Lippe aus eigener erfolgreicher Erfahrung. Und der Studioleiter rückt dann natürlich direkt das Wahnsinns-Rezept für mit Granatapfel gefüllte Dorade von seiner Mutter raus. So etwas kommt dabei heraus, wenn man das Hörbuch zu einem Julius-Eichendorff-Roman aufnimmt. Da geht es dann plötzlich nur noch um Lieblingsrezepte, auch wenn es im Studio nur Kaffee gibt. Die reine Selbstkasteiung. Kein Wunder, dass einige Passagen neu eingesprochen werden mussten, weil Jürgen von der Lippes Magen sich zu Wort meldete. Keiner musste so leiden wie er.
Das Hörbuch zu "In Vino Veritas" ist nun draußen und es ist richtig schön geworden – auch was die tolle Aufmachung angeht. Mit 16,80 Euro schont es zudem den Geldbeutel. Das ist nicht zuviel für 3 CDs, da bleibt sogar noch Geld für einen schönen Wein übrig, den man beim Anhören prima trinken kann.
Kurze Weinmorde
Eine neue Anthologie mit 20 blutigen Weingeschichten hat das Licht der Welt erblickt. "…noch mehr Wein & Leichen" (ISBN 3-89857-167-X) heißt sie und versammelt Autoren wie -ky, H.P. Karr oder Anne Chaplet. Ich habe die Geschichte "Karl der Große" beigesteuert, um einen unfassbar guten Wein, dessen Geheimnis gelüftet wird. Besonders raffiniert finde ich Ralf Kramps Beitrag, der allein durch vier Weinbeschreibungen einen Mord geschehen lässt, bedrückend und subtil gelang Tarja Burgers "Im Herzen Europas", und zum Brüllen komisch ist Ulla Lessmanns "Die Rotweinflecken". Der von Angela A. Esser und Ingrid Fackler bei Plöger herausgegebene Band ist für 12,80 Euro erhältlich. Mehr Infos unter: www.weinleichen.de
Kulturpreis der Stadt Hürth
Eine unerwartet freudige Nachricht erreichte mich Anfang Okober: Gemeinsam mit dem Aerosol-Art-Künstler Seak erhalte ich in diesem Jahr den mit 1.500 Euro dotierten "Kulturpreis der Stadt Hürth". Diese Würdigung meiner Heimatstadt bedeutet mir sehr viel, bin ich ihr doch seit Jahren durch literarische Veranstaltungen, familiär und überhaupt sehr verbunden. Die Entscheidung der Jury zeigt auch, dass Kriminalromane mittlerweile als kulturell wertvoll angesehen werden. Eine Ansicht, die im Mutterland der Krimis - England - seit Jahren fest verankert ist. Mir wurde bereits mitgeteilt, dass der renommierte Germanist Prof. Neuhaus (Inspiration für den "Krimiprofessor" Altschiff in meinen Julius-Eichendorff-Romanen) die Laudatio halten soll. Eine ganz besondere Ehre. Natürlich habe ich direkt einen guten Wein aufgemacht, als die Nachricht eintraf. Man muss jede Gelegenheit nutzen, den Weinkeller zu leeren!
Zum Abschuss freigegeben
Ich morde ungern mit Schusswaffen. Das erscheint mir zu unraffiniert. Da ich mich nach meinen Abitur für den Zivildienst entschied, hatte ich noch nie eine Waffe in Händen gehalten – bis diesen September. Im Rahmen des Festivals "Tatort Eifel" gab es auch Schiessübungen unter der Überschrift "Pistole und Pulverdampf". Angeboten vom LKA an einem echten Schiessstand, mit echten Pistolen, Revolvern und MPs (wie wir Scharfschützen Maschinenpistolen abkürzen). Zu meinem Pech war der SWR mit dabei und wollte meine ersten Schussversuche filmen. Ich war dementsprechend unruhig, denn im Fernsehen würde man meine kläglichen Versuche sehen können. Also setzte ich eine durchsichtige Plastikschutzbrille auf und einen Ohrschützer und sah dadurch angemessen dämlich aus. Die MP im Anschlag, 10 Meter Abstand. "Jetzt dürfen Sie schießen! " Kimme, Korn, Schuss. Wie die Biathleten versuchte ich, meinen Atem flach zu halten. Die Kamera die ganze Zeit drauf. Danach gingen wir – LKA-Beamter, Kamera und ich – zur Zielscheibe. Und... dies ist einer der seltenen Momente, in denen man mal so richtig prahlen darf: Alle Schüsse in die 10! Reputation gerettet! Ich darf weiterschreiben! Aber mit Schusswaffen morde ich auch in Zukunft trotzdem nur in Ausnahmefällen.
Julius Eichendorff als Hörbuch
Es ist für einen Autoren etwas ganz Ungewöhnliches, wenn seine Texte von jemand anderem vorgetragen werden. So erging es auch mir, als das Hörbuch zu "In Vino Veritas" in Berlin eingesprochen wurde. Dafür wurde extra ein Studio mit einem besonders warmen Klang ausgewählt, und ein Sprecher, der den Witz des Buches perfekt auf CD bannen kann. Ich muss sagen: Ich bin begeistert! Mit der Auswahl des Sprechers haben wir voll ins Schwarze getroffen. Der Vortrag hat auch mir einen völlig neuen Blickwinkel auf das Buch ermöglicht. Noch soll nicht verraten werden, welcher Hochkaräter Julius, FX, Anna und all den anderen Leben eingehaucht hat, aber schon in diesem Herbst wird das Hörbuch auf 3 CDs erscheinen.
*** Urlaub ***
Ein Weltkulturerbe zum Trinken
Eine Buchpräsentation im Bacharacher Postenturm, mitten in den Weinbergen mit Blick auf den Rhein, bei strahlendem Sonnenschein, dazu Wein und Leckereien - was kann es für einen Autoren Schöneres geben? Mir fällt nichts ein. Der Ort, wo "Henns Weinführer Mittelrhein" das Licht der Öffentlichkeit erblickte, hätte nicht besser gewählt sein können. Bacharach, eines der geschichtsträchtigen Zentren des Mittelrhein. Der Talabschnitt von Bingen bis Koblenz - das Obere Mittelrheintal - wurde 2002 zur UNESCO-Welterbestätte ernannt. Als einziges Weinanbaugebiet Deutschlands trägt es nun diesen Titel. Das Buch enthält historische und geologische Informationen, Wein-, Winzer- und Restauranttipps, Tourenvorschläge und Weinrezepte, einen Veranstaltungskalender, wie auch wichtige Adresse. Am meisten freue ich mich aber über die historischen Fotos aus dem Jahre 1920, die uns Rolf Heidrich zur Verfügung gestellt hat, und die Lagenkarten. Die historische aus den Jahren 1902 und 1904 ist im Buch erstmals abgedruckt, und die heutige Lagenkarte findet man nirgendwo anders. Ein Buch, das Lust machen soll auf eine Weinregion, in die ich mich bei meiner ersten Begegnung direkt verliebt habe.
Handbuch für Krimifans
Es gibt ja heute für alles Lexikas. Von Ausgaben über schlechte Horrorfilmen bis zu Werken über historische Traktoren. Das "Lexikon der deutschsprachigen Krimi-Autoren" ist jetzt in der zweiten, aktualisierten und erweiterten Ausgabe erschienen und dürfte wie die ersten beiden einen Interessentenkreis finden. Um im Gegensatz zu dem der ersten beiden gehöre ich dazu. Das Liegt weniger an dem Eintrag über mich als daran, dass ich gerne mal nachblättere, was die Kollegen so alles getrieben (= ihr Lebenslauf) und geschrieben habe. Nicht nur Romane, sondern auch Kurzgeschichten sowie Arbeiten für Fernsehen und Rundfunk werden aufgelistet. Etwas für echte Genrefans.
Der lange Sprung
Wettbewerbe gibt es zuhauf im Literaturbereich, doch an den meisten nehme ich nicht teil. Beim "Kulturpreis des Hochsauerlandkreises" war das anders, wurde er doch in Zusammenhang mit der Criminale, dem größten deutschsprachigen Krimifestival, ausgeschrieben, und da macht man dann gerne mit. Immerhin ist die Durchführung der Veranstaltung eine immense Arbeit, und dafür kann man sich dann schon mal an die Tastatur setzen. Vorraussetzung für die Geschichte: Sie muss im Hochsauerlandkreis spielen. Mir war sofort klar, worum es in meiner gehen sollte, nämlich um Skirsprung. Eine Sportart, die ich mit oder ohne deutsche Siegchancen alljährlich gerne schaue. Der Kurzkrimi spielt eigentlich nur im kurzen Moment des Sprungs. Er beginnt mit den Worten "Wenn ich lande, bin icht tot.", schließlich geht es um einen Nachwuchsspringer, der eine Morddrohung erhalten hat. Gewinnt er den Wettbewerb, stirbt er. Doch gewinnen will er.
Mehr wird nicht verraten. Mehr gibt es nur in der Anthologie "Fichten, Fälle, Fahnder", erschienen im Podszun-Verlag für 9,90 Euro.
Auf den Spuren von Goethe und Brentano
Das Mittelrheintal ist vielen durch die Romantik bekannt, durch Maler und Dichter, die von der Natur inspiriert Kunstwerke schufen, am bekanntesten sicherlich die "Loreley". Doch das Tal wäre ohne seine steilen Weinberge nicht denkbar. Diesen bin ich verfallen, und deshalb sitze ich zur Zeit an meinem neuen Buch, das im Juni erscheinen wird. Es wird din Mittelrhein-Weinführer, der Auskunft über Geschichte, Klima, Lagen, Winzer und natürlich Weine des Anbaugebiets gibt. Je tiefer ich mich in das Thema einbuddel, desto faszinierender wird es. Es ist fast schon entspannend vor dem nächsten Roman ein Sachbuch schreiben zu können, das mehr den Journalisten in mir als den Schriftsteller fordert. Denn faszinierende Geschichten hat der Weinbau am Mittelrhein genug zu bieten, da muss ich mir mal nichts mehr ausdenken.
Signierte Bücher
Auf der Homepage findet sich ab sofort ein neuer Unterpunkt: "Signierte Bücher". Damit möchte ich allen die Möglichkeit bieten, signierte Exemplare meiner Bücher ohne Mehr- oder Versandkosten bestellen zu können. Egal ob eine persönliche Widmung gewünscht ist oder die schlichte Unterschrift. Für die Kooperation bei diesem Service danke ich herzlich dem "Center-Bücherland Lutz Grobel".
*** Allen frohe Weihnachten, besinnliche Tage und einen guten Rutsch ins neue Jahr! ***
Wieder viele Frösche geküsst…
Der neue "Gault Millau Weinführer Deutschland" (Herausgeber: Armin Diel & Joel Payne, Christian Verlag München, ISBN 3-88472-650-1, 29 €), das Standardwerk zum Thema, ist erschienen. Wie in den Vorjahren habe ich den Teil über das Weinanbaugebiet Nahe verantwortet. Bei Weinjournalismus denkt manch einer gleich an fröhliche Zechgelage. Getrunken wird Wein bei professionellen Proben nie - sonst wäre die Arbeit schnell beendet - und leider sind nicht alle Weine, die zu verkosten sind, eine reine Freude. Anders ausgedrückt: Man muss viele Frösche küssen, um einen Prinzen zu erwischen.
Die Nahe ist gottseidank reich mit Prinzen gesegnet, vor allem beim Jahrgang 2003, der hier fantastisch geriet. Der Aufsteiger des Jahres, das Weingut Schäfer-Fröhlich, stammt in diesem Jahr folgerichtig von der Nahe, zwei der besten trockenen Rieslinge des Jahres ebenfalls. Ein unersetzlicher und verlässlicher Einkaufsführer zu den besten und - im wahrsten Sinne des Wortes - preisgünstigsten Weinen des Landes.
Spätes Glück
2002 erschien es, und wurde auch gleich mit dem "Erotic Book Of The Year Award" ausgezeichnet: Bettina Hesses Buch "Liebeselixiere - Geschichte, Zubereitung, Wirkung" (Heel Verlag, Königswinter, ISBN 3-89880-131-4). Jetzt endlich ist auch in meinem Haushalt ein Exemplar davon vorhanden. Das freut mich umso mehr, als ein Ausschnitt aus meinem Erstlings-Roman enthalten ist. Auf Seite 144, welche mit der Überschrift "Wonne in der Wanne" versehen ist. Es geht um eine Badewanne voll mit Götterspeise und mögliche Nutzungsmöglichkeiten für diese kulinarische Ungewöhnlichkeit. Sowas kann sich auch nur ein überzeugter Duscher ausdenken…
Dritter Julius-Eichendorff-Krimi erschienen
272 Seiten lang (und damit gut ein Drittel dicker als "In Vino Veritas"), gefüllt mit Leichen, Spannung und Kulinarischem - das ist "In Dubio Pro Vino" (Emons-Verlag, ISBN 3-89705-357-8, 9 Euro). Die Recherche war aufwändig, sowohl für das Buch selbst wie für den Anhang, das Schreiben nächteverzehrend, das Probekochen aller Rezepte hat einige Gratis-Pfunde auf meine Hüften gebracht, aber das Ergebnis ist es wert: Der komplexeste, verzwickteste, umfangreichste, spannendste Krimi der Julius-Eichendorff-Reihe. Beim Korrekturlesen des dritten Bandes habe ich erst gemerkt, wie groß das Julius-Eichendorff-Universum mittlerweile geworden ist, wieviele Personen, wieviele echte Typen es bevölkern.
Die ersten Reaktionen waren durchweg positiv, ein Fernsehauftritt im SWR (Sendung "Landesschau") zum Thema flimmerte am 7. Oktober über die Mattscheibe. Es ist schön, wieder mit einem neuen Buch "auf Tour" sein zu können. Bei der Lesung aus "In Dubio Pro Vino" kann man Annemarie live erleben, oder auch Julius' detektivische Ermittlung des richtigen Weins. Dass bei fast allen Veranstaltungen Wein und Essen gereicht werden, ist der Linie natürlich überhaupt nicht dienlich... Aber dieses Opfer muss ich als Autor bringen!
Poesie für alle Liebeslagen
Der von Anton G. Leitner herausgegebene Band "Himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt" (DTV - Reihe Hanser, ISBN 3-423-62186-9, 7,50 Euro) ist eine der schönsten Lyrik-Anthologien, die ich jemals gelesen habe. Die feinfühlige Text-Auswahl und -Zusammenstellung kennt man ja schon von Deutschlands Lyrik-Papst Leitner. Klassiker (u.a. Goethe, Eichendorff, Rilke, Morgenstern) finden sich in dem Band kongenial neben Texten von Gegenwartsautoren (u.a. Franzobel, Gernhardt, Helminger, Dückers). Und die haben es in sich! Was besonders die Dichter der jungen Generation, gerade also die, welche sonst einen großen Bogen ums Thema Liebe machen, verfasst haben, ist so wahrhaftig, so entschlackt, so wunderbar verdichtet, dass es vielen den Glauben an die Lyrik zurückgeben könnte. Wenn dies enthusiastisch klingt, dann gibt es genau meine Stimmung wieder. Ich freue mich sehr mit meinem Text "Liebe ist ein Frühlingsfest" dabei sein zu dürfen. Wenn Sie nur einen Lyrik-Band in diesem Jahr kaufen, dann sollte es dieser sein.
Blutiger Hellweg
Satte 370 Seiten voller Intrigen, Blut und Mord bietet die neue Kurzkrimi-Anthologie "Mehr Morde am Hellweg", die H.P. Karr und Herbert Knorr zum Festival "Mord am Hellweg II - Tatort Region" herausgegeben wurde. Erschienen ist das Buch im Grafit-Verlag, es kostet 9,90 Euro. Ich bin mit der extra dafür verfassten Kurzgeschichte "Hohenlimburg stirbt am besten" vertreten. Darin geht es um den grandiosen Schauspieler Hagen Hohenlimburg und seinen letzten, ebenso dramatischen wie tödlichen Auftritt. Besonderer Clou der Geschichte: Sie ist ein einziger Dialog.
Die Anthologie versammelt insgesamt 23 Autorinnen und Autoren, die "Crème de la Crème der deutschen Krimiszene" wie auf dem Einband zu lesen ist. Mit Anne Chaplet, Doris Gercke, Jacques Berndorf, -ky und Horst Eckert sind auf jeden Fall einige der bekanntesten mit dabei. Gerade die Geschichte des letztgenannten hat mir richtig gut gefallen, zeigt sie doch wie authentisch, trocken und schnörkellos Horst Eckert erzählen kann. Ansonsten begeisterte mich wie immer Ralf Kramp, der auch diesmal meisterlich einen Punch ans Ende seiner Story setzt. Noch habe ich das Buch aber nicht durch, mal schauen welche erzählerischen Entdeckungen da noch lauern.
"Das war vorher schon kaputt!"
Seit mehreren Monaten schreibe ich mit dem Kölner Comedian und Schauspieler Hagen Range an dessen ersten Soloprogramm “Das war vorher schon kaputt!“. Bekannt ist er aus unzähligen Comedy-Sendungen im Fernsehen, wie „Mircomania“ (ausgezeichnet mit der Silbernen Rose von Montreux), „Anke - die Talkshow“, oder „goXX“.
Wir kennen uns seit der Schulzeit, haben zusammen Radio-Comedy gemacht und planten schon lange, gemeinsam ein neues Projekt anzugehen. Mir geht es bei der Arbeit mit ihm darum, seinen Stil, seine Vorstellungen zu unterstützen, damit das Programm so wird, das es zu ihm passt. Maßgeschneidert, sozusagen. Gleiches gilt für die Regiearbeit, die ich ebenfalls übernommen habe.
Was nicht heißt, dass ich nicht manchmal meinen Dickkopf durchsetze.
Premiere wird am 6.10.2004 um 20.00 Uhr im Hürther Löhrerhof gefeiert. Es wird unter anderem Weltbewegendes über erstklassige Wurstwaren, zweitklassigen Fußball, drittklassige Science-Fiction-Filmchen und Elvis Presley zu hören geben. Tickets unter www.koelnticket.de
Informationen unter: www.hagenrange.de
Der Sex-Flüsterer
Unverhofft kommt oft. Vor kurzem erzählte mir ein Bekannter, dass er die neue Ausgabe (August 2004) der "Men’s Health" gelesen hätte. Ein Magazin, in dem es, wie er sagte, nur um zwei Dinge geht: Waschbrettbauch und Sex. Und in diesem habe er ein Zitat von mir drin entdeckt. Zuerst wollte er nicht rausrücken, wie der Wortlaut war, aber dann brachte er es doch über die Lippen: "Besorg’s mir. Los, besorg’s mir!". Aus einem Julius-Eichendorff-Roman, soviel war mir sofort klar, stammte das nicht. Also kaufte ich mir erstmalig die Zeitschrift, um der Sache auf den Grund zu gehen. Mein Zitat fand ich auf Seite 72, im Rahmen des Artikels "Der Sex-Flüsterer". Untertitel: "Ausgesprochen scharf - Wie man eine Frau mit Worten erregt". Wie sich herausstellte waren auch Zitate von Michel Houellebecq, John Updike, Zoé Valdés, Isabel Allende, Heinrich Böll, und Oscar Wilde abgedruckt. Meines, so bemerkte ich nicht ohne Stolz, gehörte zu den vier größten. Größer als Bölls oder Wildes.
Ich mag die "Men’s Health".
Ach ja, das Zitat stammt aus meiner Kurzgeschichte "Die Frau am Fenster", die ich vor Jahren für die Rowohlt-Anthologie mit dem unzweideutigen Titel "Mehr Sex" geschrieben habe. Ich hatte ganz vergessen, dass diese Textzeile darin vorkommt. Dabei hat sie mir jetzt meinen vermutlichen einzigen Abdruck in diesem Gesundheitsmagazin für Männer beschert.
Einführung ins Ahrtal
Wer mehr über Julius’ Eichendorffs Heimat wissen möchte, sollte zu dem Buch "Das Ahrtal - Von Bad Bodendorf bis Altenahr" greifen (Gaasterland Verlag, ISBN 3-935873-02-6) - und das sage ich nicht nur, weil ich das Weinkapitel ("Weine von der Ahr: Duft und Grazie - statt Wucht und Fülle") verfasst habe. Die Kölner Journalistin Vera Kettenbach hat auf 47 Seiten das Wichtigste kompetent und kompakt zusammengefasst, bebildert ist dies alles mit wunderschönen Fotos. Kapitelthemen sind unter anderem der Rotweinwanderweg, das Museum Römervilla, die Spielbank, Nordic Walking oder die einzelnen Ortschaften mit ihren Sehenswürdigkeiten. Das handliche Büchlein ist für 4,95 Euro zu erwerben.
Meine Woche
Der Kölner-Stadt Anzeiger beinhaltet eine Kolumne mit Titel "Meine Woche", die stets von jemand anderem verfasst wird, darunter Sportler, Musiker, Politiker, und eben auch Schriftsteller. Ich wurde gefragt, ob ich niederschreiben könnte, was in der Woche vom 19. bis 27. Juni bei mir ansteht. Da es soviel Feedback auf den Artikel gab, folgt er hier leicht gekürzt:
"Die nächste Woche wird eine Woche der Angst für mich. Die letzten EM-Vorrundenspiele der deutschen Fußball-Nationalelf liegen ebenso verheißungsvoll wie angsteinflößend vor mir. Ich träume von großen Siegen, von denen ich meinen Kindeskindern noch vor dem Kamin erzählen kann, fürchte aber müdes Gekicke, elendes Querspielen, knappe Ergebnisse, und Zittern, Zittern, Zittern.
Vor dem Mittwochspiel werde ich selbst zur Tat schreiten und in meiner Freizeitkickermannschaft im Grüngürtel spielen. Geht es nach den üblichen Ergebnissen unserer Truppe, könnte ein knapper 12:11 Sieg herauskommen. Dasselbe Ergebnis erwarte ich für den Abend.
Am meisten freue ich mich allerdings auf den Donnerstag, denn da werde ich meine Haeberlin-Küchenschürze anlegen und Probekochen. Zwei Gerichte, die in meinem neuen kulinarischen Eifel-Krimi "In Dubio Pro Vino" auftauchen sollen, müssen auf Herz und Nieren - in diesem Fall: Linsen und Weinbrötchen - geprüft werden. Kritischste Esserin wird wie immer meine Frau Stefanie sein, die mit famosem Duft- und Geschmackssinn gesegnet ist, was ich unfair finde. Dafür kann sie wenigstens rechts und links nicht unterscheiden, was ich nur fair finde.
Noch etwas steht nächste Woche an. Zu Beginn der EM habe ich meinem fünf Monate alten Sohn Frederick einen kleinen Fußball gekauft, den er bereits mit den Händen greifen kann. In den kommenden Tagen will ich die ersten Standardsituationen mit ihm einüben. Ich sehe das als Nachwuchsarbeit für den FC, vielleicht ruf ich Huub Stevens mal wegen eines Sichtungstrainings an. Der Mann braucht alle Hilfe beim Neuaufbau."
Umtaufe
Lange lief der neue Julius-Eichendorff-Krimi unter dem Arbeitstitel "Tabula Rasa", doch eines Abends kam eine Idee daher, und ein neuer Name war geboren. "Tabula Rasa" ist tot, lang lebe "In Dubio Pro Vino"!
Autor und Verlag fanden den neuen Titel viel passender - und wenn Sie das Buch gelesen haben, werden Sie dies sicher nachvollziehen können!
Mord im Schloss - Live!
Für die im Herbst im Grafit-Verlag erscheinende Anthologie "Mehr Morde am Hellweg" - die zum größten internationalen Krimifestival Deutschlands herausgegeben wird - bin ich eingeladen worden, einen Kurzkrimi zu verfassen, der in Hagen-Hohenlimburg spielt. Zur vorbereitenden Recherche der Geschichte habe ich das Schloss Hohenlimburg besucht. Bei meinem Rundgang wurde ich von Pressevertretern und einem Fernsehteam des WDR begleitet. Ich war unter anderem auf der Suche nach einer Strecke für eine Verfolgungsjagd, ein Mordmotiv, sowie einen guten Platz, für das Ende des Opfers. Frau Dettmann, die Verwalterin, führte mich durch das Anwesen, und zeigte mir die Besonderheiten, darunter die "Schwarze Hand", die "Weiße Frau" und den "Roten Salon". Für den Herbst sind Führungen durch das Schloss geplant, an denen es des nachts zu den Schauplätzen des Kurzkrimis gehen wird. Nähere Infos zum Schloss unter: www.schloss-hohenlimburg.de
Der Fernsehbericht wird am 16.April um 18.30 Uhr in der "WDR-Lokalzeit Dortmund" ausgestrahlt, deutschlandweit über Satellit zu empfangen.
Mords-Eifel
Im KBV-Verlag hat Regionalkrimi-Pionier Jacques Berndorf (alias Michael Preute) eine Kriminal-Kurzgeschichten Sammlung mit dem Titel "Mords-Eifel" herausgegeben - und alle machten mit. Neben ihm selbst haben 18 AutorInnen, darunter so renommierte Kollegen wie Gisbert Haefs, Ralf Kramp und Edgar Noske Geschichten beigesteuert. Ich selbst bin mit "Schwarzbraun ist die Haselnusstorte" vertreten - einer Krimi-Comedy, die im Bad Münstereifeler Heino-Cafe spielt.
Meine persönlichen Favoriten der Sammlung sind: Ralf Kramps "Guck Mal", weil der Autor stets so liebevoll mit seinen Charakteren umgeht, und einem auf diese Weise selbst ein Exhibitionist ans Herz wächst; Harald Bongarts "Die Tochter des Holzfällers", weil die Idee "Hänsel & Gretel" weiterzudenken einfach pfiffig ist; Hubert von Venns "Eifelgeist", weil man nie weiß, was an der Geschichte wahr ist; und Ingrid Peinhardt-Frankes "Wäsche waschen", weil die Story gleichermaßen subtil und wahr ist, und der Aha-Effekt am Schluss auch mal ein paar Fragen offen lässt.
*** Nachwuchs (Frederick) ist eingetroffen. Zur Zeit dreht sich alles um ihn, und um den neuen Eifel-Krimi "Tabula Rasa".***
AWA - Die Anonymen Wein-Angeber
Über Wein lässt sich trefflich philosophieren, poetisieren, streiten (und nicht streiten), schwelgen, ins Schwärmen geraten - und lachen. In diesem Monat ist passend dazu im Bassermann Verlag (Random-House-Gruppe) mein neues Buch "Weinwissen für Angeber" (ISBN 3-8094-1538-3) erschienen. Ein wenig werde ich damit natürlich zum Nestbeschmutzer, mache ich mich doch genau über das lustig, was ich selber so gerne mache: über Wein sprechen. Aber wenn man nicht über sich selbst lachen kann, über wen dann?
Die Weinwelt ist eine eigene und weißgott nicht frei von Eitelkeiten und Empfindlichkeiten, Vorurteilen und blinden Flecken. "Weinwissen für Angeber" nimmt genau diese aufs Korn. Aufgebaut ist das Buch als eine Art VHS-Kurs, durch den der Leser zum perfekten Angeber in Sachen Wein wird. Die Kapitel heißen zum Beispiel "Die Grundausstattung eines Angebers", "Wirklich gute Weine schlecht reden", "Selbstdisqualifikation - Die fünf Reiter der Apokalypse", oder "Das Sternzeichen - Ansatzpunkt eines Angebers". 160 Seiten mit vielen humoristischen Zeichnungen eines bayrischen Künstlers, alles zusammen für 5,50 Euro - in diesem Fall ist Geiz (findet der Autor) wohl wirklich einmal geil.
Tagebuch eines Lesers
Sie kennen Michael Holm? Den Sänger und Entertainer? Den geborenen Rock’n’Roller? Ach so, Sie kennen nur den Schlagersänger. Ich meine den richtigen Michael Holm! Bei einer meiner kulinarischen Lesungen im Weingut Deutzerhof, an denen er mit seiner Frau teilgenommen hat, habe ich ihn kennen gelernt. Dabei erfuhr ich, dass er nicht nur den Namen gemein hat mit dem berühmten Namensvetter ("Tränen lügen nicht"), sondern ebenfalls die Stimmbänder. Michael Holm ist nämlich ein begeisterter und begnadeter Sänger im Karaoke-Bereich und trat bereits in den renommiertesten Wettbewerben des Landes auf (Gong-Show, Linus-Talentprobe, The Voice, etc.) - stets mit hervorragenden Platzierungen.
Dieser Michael Holm nahm sich nun meines neuen Eifel-Krimis "Nomen Est Omen" als Detektiv an. Das heißt, er überlegte nach jedem Kapitel genau, wer der Täter sein könnte, welche Motive, Alibis und Hinweise es gab, recherchierte selber nach möglichen versteckten Hinweisen in Kapitelüberschriften oder dem Buchtitel selbst. All das schrieb er auf und stufte die Verdächtigen in Rangfolgen ein. Seitenlang fielen seine fundierten Analysen aus, die er mir regelmäßig zuschickte, und - Gratulation! - er tippte den Mörder richtig. Ein Beweis für mich, dass ich Fair Play gegenüber meinen Lesern einhalte: es gibt eine Chance, den Mörder herauszufinden - auch, wenn es verdammt schwer ist.
Wenn Sie also mal jemanden brauchen, der mit Ihnen Krimis analysiert, oder der Ihre Feier aufpeppt, ist Michael sicherlich genau der richtige. Mehr Infos gibt es auf seiner Homepage: www.m-holm.de.
4971 Weine
Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft ist die neue Ausgabe des "Gault Millau WeinGuide Deutschland 2004" (Christian-Verlag, ISBN 3884726137, 28,- Euro) erschienen, dem Standardwerk in Sachen deutscher Wein. Die Herausgeber Armin Diel und Joel Payne, sowie das mehrköpfige Verkosterteam haben 4971 Weine der 738 besten Weinerzeuger verkostet, einen Großteil davon mehrfach. Zum Verkosterteam gehöre auch ich, und bin als Regionalverantwortlicher zuständig für das Anbaugebiet Nahe. Das heißt, ich verkoste sämtliche Weine des Gebiets, bewerte sie und ihre Erzeuger, verfasse die entsprechenden Texte und nehme als Jurymitglied an der alljährlichen Finalverkostung deutscher Weine teil, bei der die Besten der Besten gekürt werden. Den bedeutendsten Sprung nach vorn auf 5-Trauben (die Höchstbewertung) machte das Weingut Emrich-Schönleber aus Monzingen. Zugleich heimste der Betrieb auch noch den Preis für die "Kollektion des Jahres" ein und stellten den höchstbewerteten Wein des Jahres mit 100 von 100 Punkten - ein wahrlich grandioser Eiswein. "Winzer des Jahres" wurde übrigens ein alter Bekannter: Werner Näkel vom Ahr-Weingut Meyer-Näkel. Das Buch ist ein Muss für alle Weinfreunde, es lädt ein zum Vergleichen, Diskutieren und leistet vor allem als Einkaufsführer zu den besten und - im wahrsten Sinne des Wortes - preisgünstigsten Weinen des Landes hervorragende Dienste.
Flaschenpost aus dem Ahrtal
"Flaschenpost" heißt eine kleine Reihe, die regelmäßig in der Sendung "Rat & Tat" des SWR Fernsehens Rheinland-Pfalz zu sehen ist. So auch am 19. November, wenn die Sendung um 18.50 Uhr beginnt. Dann kommt die Flaschenpost aus dem Ahrtal, und ihr Inhalt ist einer der literarischsten Weine des Landes: ein "Balthasar C." vom Weingut Deutzerhof (Siehe auf dieser Seite "In Vino Veritas in Flaschenform" / September 2002). Zu sehen sein wird ein Winzer im Maischebottich, einer am Fass, ein Koch,der mit einer Pistole bedroht wird, ein Autor, der in einem Weinberg oberhalb Mayschoß’friert (3 Grad + Wind Chill Faktor) und eine Ruine, in der sich eine merkwürdige Bruderschaft trifft. Erzählt wird die Geschichte des Weines und seiner Namensgebung, sowie des Romans, der zu seinem Namen führte.
Die Dreharbeiten haben trotz der eisigen Temperaturen viel Spaß gemacht und ich bin sehr auf das Ergebnis gespannt. Von dieser Stelle aus noch mal ein Dankeschön an Wolfgang Hehle und Stefan Steinheuer für ihre Bereitschaft mitzumachen!
Ewige Jugend in Buchform
Was geschrieben steht, ist wahr. Da dem so ist, muss ich dem Rowohlt-Verlag sehr dankbar sein. Mein Debüt-Roman "Julia, angeklickt" ist im August in die fünfte Auflage gegangen - unverändert. Das heißt, auch der Klappentext ist immer noch derselbe wie im Erstveröffentlichungsjahr 2000, inklusive folgendem Passus: "Carsten Sebastian Henn ist 27 Jahre alt. " Was brauche ich ein Bildnis wie Dorian Gray, wo es doch Buchumschläge gibt? Die reißerischen ersten drei Zeilen des Klappentextes verfluche ich wie schon bei allen vorherigen Auflagen, aber leider habe ich als Rowohlt-Autor keinerlei Einfluss darauf. Da muss ich einfach durch, zum Ausgleich darf ich aber wenigstens noch ein paar Jahre meinen 27. Geburtstag feiern...
Julius muss wieder ran!
Die beschauliche Zeit für Julius Eichendorff ist vorbei, nun wird er wieder in einen Mordfall verwickelt. Im Oktober hat die Arbeit am neuen Eifel-Krimi begonnen, das heißt am Anfang vor allem: Recherche, Recherche, Recherche (und immer an den Leser denken…). Handlungsorte werden besucht und fotografiert, Experten werden befragt, Bücher gewälzt, denn alles muss stimmen. Diesmal geht es um Morde im Weinköniginnen-Milieu, aber auch die römische Geschichte des Ahrtals spielt eine gewichtige Rolle. Kein Wunder, dass Julius wieder auf Oberstudienrat a.D. Adalbert Niemeier stoßen wird. Auch andere alte Bekannte werden wieder auftauchen.
Genauso wichtig wie die Hintergrund-Recherche ist, dass in der Krimi-Geschichte alles passt. Also heißt es für mich Verdächtige erschaffen, Mordmotive konstruieren, falsche Fährten vorbereiten, Nebenhandlungen einweben. Die Vorarbeit an einem Krimi ist ein zentraler Teil der Arbeit. Wer dabei schlampt, wird es am Ende des Romans bitter bezahlen. Erst wenn man als Autor alle Figuren kennt, weiß, wie es wäre, mit ihnen Kaffee zu trinken, kann man sie in einen Roman werfen. Ich habe in letzter Zeit viel Kaffee getrunken - langsam bekomme ich Lust auf ein schönes Stück Kuchen.
*** Urlaub ***
Angenehme Wiederholung
Eigentlich mag ich keine Wiederholungen (und schau sie mir im Fernsehen
auch nicht an). Manche allerdings sind mehr als
willkommen. Nachdem "Julia, angeklickt" im letzten Jahr in die vierte
Auflage gegangen ist, hat "In Vino Veritas" es meinem Debüt nun
nachgetan. Textlich hat sich in der neuen Auflage nichts geändert, nur der Hinweis auf
"Nomen Est Omen" ist jetzt ausführlicher und mit Bild (das Cover war
noch nicht fertig, als in der dritten Auflage auf den Nachfolger
hingewiesen wurde).
Mörderische Jury
Eine ungewöhnliche Jury hat die "TV Spielfilm" für ihre neueste Ausgabe
einberufen: die deutsche Krimi-Autorenschaft (in Form deren Vereinigung
"Das Syndikat"). Wir waren aufgerufen die besten und schlechtesten
Fernseh-Krimis zu bewerten. Mein Liebling "Der Bulle von Tölz" fand sich
schlussendlich auf Platz 3, hinter "Bella Block" und dem Sieger "Tatort", die ich beide ebenfalls sehr schätze. Bei der "Tatort" internen Auswertung
lag ich dafür absolut auf Linie. Wie die überwiegende Mehrheit der
Kollegen bevorzuge ich das Kölner Gespann. Zum schlechtesten Fernsehkrimi wurde übrigens "Alarm für Cobra 11" gewählt. "Wilde Engel" folgte
danach, der bellende "Kommissar Rex" schließlich landete auf dem dritten Platz. Zum Trost gibt’s bestimmt einen Hundekuchen.
Zeitreise
Gute Nachricht für alle Freunde der Lyrik. Axel Kutschs neue Anthologie "Zeit.Wort" (Landpresse, 18 €) ist draußen, mit deutschsprachiger Lyrik der Gegenwart. Die Stars der hiesigen Szene wie Enzensberger, Franzobel, Gernhardt, Grünbein oder Leitner sind mit dabei, und - wie von Kutsch gewohnt - auch wieder noch zu entdeckende Talente. 180 Autoren insgesamt.
Mein Gedicht "Zünder" ist einer der Texte, die schon lange "bei mir" waren. Einige Zeilen davon trug ich seit Jahren mit mir herum, aber fand einfach kein passendes Umfeld für sie. Axels neue Anthologie gab mir Gelegenheit aufs Neue mit Ihnen zu ringen, und schließlich gewannen beide Seiten.
Es sind Zwillinge!
Ungewöhnlicher geht es kaum: In ein und derselben Woche erschienen meine beiden neuen Bücher. Zuerst kam der zweite Julius-Eichendorff-Krimi "Nomen est omen" mit der Post, wenige Tage später folgte "Wein - Ein Schnellkurs in 10 Gläsern". Beide Bücher sind ab jetzt natürlich auch im Buchhandel erhältlich. Die ersten Reaktionen auf die beiden Druckerzeugnisse trudeln langsam bei mir ein, und sind - zur Beruhigung des Autors - ausschließlich positiv.
Gerade bei "Wein - Ein Schnellkurs in 10 Gläsern" war es ein besonderes Gefühl und eine besondere Freude, das Buch in den Händen zu halten. Das lag daran, dass es so unerwartet kam. Ich hatte erst Ende des Monats damit gerechnet, und plötzlich aus heiterem (in Wirklichkeit: regnerisch-bedecktem) Himmel kamen die Pakete vom Verlag, und ich sah es erstmals in bunt! Die Fahnen, mit denen ich zuvor gearbeitet hatte, waren alle schwarz/weiß gewesen. Es war, als handele es sich um ein völlig neues Buch - das ich überraschenderweise geschrieben hatte. Natürlich wirkte es farbig noch eindrucksvoller, als schon auf den monochromen Ausdrucken.
Bei "Nomen est omen" habe ich den Prozess der "Buchwerdung" sehr gut verfolgen können. Die Zusammenarbeit mit dem Emons-Verlag lief hervorragend, und ich war die ganze Zeit - egal ob Cover, Karte oder Endsatz - involviert. Ich kann mir kaum einen Verlag vorstellen, bei dem man sich als Autor aufgehobener fühlen könnte. Ein tolles Team!
Jetzt wird’s sachlich!
Die Monate März und April waren sehr arbeitsreich, da neben der Arbeit an "Nomen est Omen" auch die Schlusspolitur und Bildrecherche für "Weinwissen - Schnellkurs in 10 Gläsern" anstand. Ursprünglich sollte das Buch "Weinkenner in 10 Gläsern" heißen. Der Verlag befürchtete jedoch, der Titel könnte zu wörtlich genommen werden, im Sinne von "10 Weinkenner in Einmachgläsern". Das Konzept meines ersten Sachbuchs blieb jedoch erhalten. Anhand einer Weinprobe, die jeder zuhause leicht durchführen kann, werden die wichtigsten Infos über den göttlichen Trunk vermittelt. Im Vordergrund steht dabei ein lustvoller, unverkrampfter Umgang mit Wein. Das Buch richtet sich an Wein-Laien und ist auch vom Graphischen und Fotografischen her sehr schön geworden, unter anderem Dank der Bilder des Kölner Fotografen Jo Kirchherr. "Wein - Schnellkurs in 10 Gläsern" erscheint Anfang Mai im Heel-Verlag.
Der mörderische Weinberg
Am 28. März war "In Vino Veritas" wieder im Fernsehen, genauer dem SWR, zu sehen. Sowohl im "Programmtipp" um 18.45 Uhr, wie auch im "Fröhlichen Weinberg" um 20.30 Uhr. Ich wurde interviewt von Moderatorin Ulrike Neradt, die "im wirklichen Leben" genauso sympathisch ist, wie sie im Fernsehen erscheint. Es war wirklich ein netter Abend, auch weil viele interessante Gäste eingeladen waren, unter anderem Stil-Expertin Lis Droste (www.lisdroste.de), der südafrikanische Opernsänger Gerhard Le Roux und "Landarzt" Walter Plathe, mit denen sich hinter den Kulissen anregende Gespräche ergaben.
Das feingeschliffene "Omen"
Der März stand ganz im Zeichen des Feinschliffs an "Nomen est Omen". Mit anderen Worten, er stand im Zeichen des Stresses. Das Rückcover wurde gestaltet, eine neue Karte gezeichnet, die Fakten überprüft, etliche Korrekturdurchgänge standen an, mehrere Treffen mit meiner Lektorin Stefanie Rahnfeld, dann der Drucksatz und, und, und. Es ist erstaunlich, wie viel Arbeit in einem Roman steckt zwischen dem Schreiben des letzten Satzes und dem Auslegen in der Buchhandlung. In Filmen wird manchmal dargestellt, wie Autoren am Schreibtisch ein Werk vollenden und glücklich eine Flasche Champagner öffnen. Bei mir liegt dieser Moment der Freude viel später, nämlich erst, wenn ich ein gedrucktes Exemplar in Händen halte, dann erst "glaube" ich das Buch, dann erst ist es fertig. Ich bin jetzt also in "freudiger Erwartung". "Distinto, differente" - dasselbe, aber anders (frei übersetzt) heißt die zweite CD der "Afro Cuban All Stars". So muss eine gute Fortsetzung sein. Einerseits die Erwartungen erfüllen, andererseits den Leser überraschen. Genau in diesem Sinne habe ich "Nomen est Omen" geschrieben.
Beeren für die Ohren
Es ist stets ungewohnt - und gleichermaßen spannend - wenn eigene Texte von Anderen vorgetragen werden. Besonders gelungen ist dies auf der neuen CD "Heiss und innig - Ein erotisches Hörbuch von Bettina Hesse" (Audiobuch-Verlag). Neben Texten von Georg Klein, Isabelle Hipper, Wolfgang Mock und Bettina Hesse findet sich meine Geschichte "Pralle Beeren". Der Klappentext meint, es sei "eine meisterlich erzählte Liebesgeschichte, die das traubenpralle Vokabular der Weinlese zur lustvollen Metapher der Erotik einsetzt". Bei diesem Text kommen Erotik und Wein zusammen - eine lustvolle Geschichte, die auch Julius-Eichendorff-Fans gefallen dürfte.
Der renommierte Sprecher Matthias Haase trägt den Text vor. Er ist unter anderem auch auf der Hörbuchversion von Umberto Ecos "Das Foucaultsche Pendel" und Charles Darwins "Reise um die Welt" zu hören.
Ein Buch Gemischtes, bitte
Der Autorenkreis Rhein-Erft, dessen Mitglied ich bin, hat die Anthologie "Übergänge 20" herausgebracht. 20 Autoren des Verbandes veröffentlichen darin Beiträge, thematisch und stilistisch ohne Vorgaben. Die stärksten Texte haben Axel Kutsch - mit seinen auf den Punkt gebrachten Gedichten - und Harald Gröhler - mit einer grandiosen Kleinbürgersatire - abgeliefert. Von mir sind drei Gedichte sowie die Kurzgeschichte "Daniel, 24, wird gleich überrascht" enthalten. Die Kölnische Rundschau schrieb, es sei eine „bissige Persiflage auf Fernseh-Talksshows“. Ähnlich sieht das der Kölner Stadt-Anzeiger und spricht von einer „ebenso bissigen wie unterhaltsamen Satire“. Das Buch kostet 10 Euro und kann über den Buchhandel erworben werden.
"Nomen Est Omen" beendet
Die Rohfassung des Nachfolgeromans zu "In Vino Veritas" ist fertig! Ende Januar schrieb ich die letzte Zeile, jetzt geht’s an korrigieren, zusammenstreichen, ausarbeiten, an die Feinarbeit eben. "Nomen Est Omen" ist unwesentlich länger geworden als sein Vorgänger, und hat als speziellen Leserservice Restauranttipps für Ahr-Reisende im Anhang. Auch ein Rezept findet sich wieder, diesmal hat es mit Johann Sebastian Bach zu tun. Besonders dankbar war ich Petrus für das Wetter der letzten Wochen, spielt der Roman doch in der verschneiten Eifel. So einfach macht es das Klima einem Autor nicht immer, sich in einen Roman hineinzufühlen. Erscheinen wird "Nomen Est Omen" - wenn alles glatt läuft - wie geplant im Mai. Ich kann es kaum erwarten, dass Buch endlich in Händen zu halten.
Blutige Reiseunterlagen
Ein Buch ganz besonderer Art hat Josef Zierden herausgegeben, den "Eifel Krimi-Reiseführer". Beschrieben werden darin viele Landschaften und Orte der Eifel, und zwar nicht nach historischen Gesichtspunkten, sondern nach kriminologischen. Der Autor hat alle Eifelkrimis gelesen, die es zur Zeit gibt (und das sind wirklich eine Menge), und hat Beschreibungen und Handlungsstätten herausgefiltert, die er nun in dem Führer aufführt. Natürlich kommt auch die Ahreifel vor, mit vielen Ausschnitten aus "In Vino Veritas". Nicht nur die Idee des Buches ist pfiffig, sondern auch die Ausführung. Sehr schön bebildert und gedruckt, mit Fingerspitzengefühl ausgewählt die Textpassagen. Eine tolle Sache, die im KBV-Verlag des engagierten Autors, Karikaturisten und Krimiwochenendenveranstalters (was für ein Wort!) Ralf Kramp erschienen ist (ISBN 3-934638-58-9).
Düsterer Krimi
"The future’s so bright, I gotta wear shades" - der Name des Kurzkrimis, der von mir in der Anthologie „Alte Götter sterben nicht“ (Scherz-Verlag) erschienen ist, deutet schon an, in welche Richtung es geht. Die Story ist experimentell und kühl, nichts für Julius-Eichendorff-Afficionados. So, wie viele Musiker sich auf den B-Seiten ihrer Singles künstlerisch ausleben, nutze ich die Form der Kurzgeschichte um andere erzählerische Wege zu gehen, als im "Hauptwerk" möglich. Um anzureißen, worum es im Krimi geht, müsste ich die Pointe verraten, deshalb an dieser Stelle nichts zum Inhalt. Leider hat sich ein kleiner Druckfehler eingeschlichen, der den Schluss fast völlig verdirbt. Hier die Korrektur: Vor Seite 137 müsste Zukunftsservice mit nur einem "s" geschrieben werden.
Die Anthologie beinhaltet Geschichten zum Thema Aberglauben oder Voodoo. Abgedruckt ist auch eine Kurzgeschichte von Andreas Eschbach, der gerade mit der Fernsehfassung seines Buchs "Das Jesus Video" für Furore gesorgt hat.
Für Millionäre
Nur ein paar Zeilen und doch etwas Besonderes: Ich wurde in Kürschners Deutschen Literatur-Kalender aufgenommen. Im 63. Jahrgang (2002/2003) ist es zwar nur einer unter 15.205 Einträgen (einer von 2.099 neuen), und doch stellt er in einem gewissen Sinne die Aufnahme in die ehrenwerte Gesellschaft der Autoren dar - obwohl diese sich das 328 Euro teure Buch (2 Teilbände, 1.822 Seiten, gebunden) kaum leisten können. Das zeitgenössische literarische Leben will der Kürschner "umfassend, zuverlässig und aktuell" dokumentieren. Das Buch ist eigentlich nur für jene, die professionell mit dem Literaturbetrieb befasst sind, also Verlage, Agenten, Buchhandlungen, Bibliotheken, Herausgeber, Übersetzer etc. sinnvoll. Infos unter www.saur.de.
The Rolling Vino Veritas
Etwas für Rockmusiker alltägliches, für Autoren extrem ungewöhnliches, ist nun auch mir widerfahren. "Wegen des großen Erfolgs" ist in Bad Neuenahr eine zweite Lesung angesetzt worden. Das erstaunliche dabei: Die erste Lesung hatte zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht stattgefunden. Die Veranstaltung war seit längerem ausverkauft und die Nachfragen gingen stetig weiter. Also entschloss sich der Veranstalter einen zweiten Termin - knapp einen Monat später - für all jene anzubieten, die keine Karte mehr bekommen hatten oder abends vor dem proppevollen Saal standen. Der Autor fühlt
sich - gelinde gesagt - geschmeichelt.
Skandal!
Eine Kölner Tageszeitung hat einen Skandal aufgedeckt: Der Autor des Krimis "In Vino Veritas" heißt nicht Carsten Sebastian Henn sondern Christian Sebastian Henn. Das stand schwarz auf weiß in einem dort veröffentlichten Bericht. Durch diesen kam auch ans Tageslicht, dass das Vorbild für die Figur des August Herold, Wolfgang Hehle, keineswegs Winzer, sondern Restaurantbesitzer ist! Nun stellt sich die Frage: Warum schrieb Christian Sebastian Henn unter Pseudonym? Und warum tarnt sich Wolfgang Hehle als Winzer?
Im Ernst: Als Autor freut man sich über (fast) jeden Artikel das eigene Werk betreffend, so auch über diesen. Und mir ist ein Bericht mit solchen Patzern tausendmal lieber als kein Bericht. Aus leidlicher journalistischer Erfahrung weiß ich nur all zu gut selbst, wie schnell einem solche Ausrutscher passieren. Aber dieser Artikel setzt eine alte Tradition fort. Im Deutschlandfunk wurde ich einmal mit Karl Henn anmoderiert, gar einmal als Christiane Henn. Thorsten Henn war da noch am harmlosesten. Nun also Christian. Mal sehen, was für die Sammlung falscher Vornamen im nächsten Jahr anfällt.
Die ersten "Omen"
In der dritten Auflage von "In Vino Veritas" befindet sich ein kleiner Einblick in den 2003 erscheinenden Nachfolgeband "Nomen Est Omen" - dieser soll natürlich den Besitzern der ersten beiden Auflagen nicht vorenthalten bleiben: "Ein Mann. Ermordet. Im größten Bunker der Welt. Der Raum von innen verschlossen. Es gibt keinen Weg, wie der Täter entkommen konnte. Oder doch? Durch Zufall schliddert Julius Eichendorff, Koch aus Leidenschaft, in einen mysteriösen Kriminalfall um den 40 Jahre lang streng geheim gehaltenen Regierungsbunker, dessen unterirdische Gänge sich durch das beschauliche Ahrtal winden. Zwischen "Soßenorgel" und Mondscheinweinprobe, zwischen Geheimtrüffeln und Molekulargastronomie kommt Julius einem Mörder auf die Spur, der raffinierter ist, als ein Dessertteller voll turmhoher Souffles."
Dritte Runde für "In Vino Veritas"
Innerhalb von nur sechs Monaten hat es "In Vino Veritas" zur dritten Auflage gebracht. Dass freut Verlag und Autor! Im Juli war ich bereits begeistert - und überrascht - über die schnelle zweite Auflage. Bei der dritten haben sich beide Gemütszustände noch gesteigert, denn diese Auflage ist höher als die erste und zweite. "In Vino Veritas" findet immer mehr Freunde! Das bestätigt meine Entscheidung, mit Julius Eichendorff wieder etwas Zeit zu verbringen. Auch bei der dritten Auflage gab es einige kleine Änderungen. Ein Fehler wurde herausgefischt, der mit meiner chronischen Fremdsprachenunfähigkeit zusammenhing. Dazugekommen ist ein kurzer Ausblick auf "Nomen Est Omen", sowie eine ganze Seite mit Pressestimmen zum Buch. Wenn es jetzt noch zu einer vierten Auflage kommt, weiß ich gar nicht mehr, was ich noch zu verbessern hätte - außer dem falschen Ortsnamen auf der Karte natürlich...
"In Vino Veritas" Teil II - Die Küche schlägt zurück
Nach langen Überlegungen - ich hab es mir wirklich nicht leicht gemacht - habe ich mich entschlossen, "In Vino Veritas" fortzusetzen. Julius Eichendorff ist mir sehr ans Herz gewachsen, und während ich den ersten Roman schrieb, kamen mir viele Ideen, die ich nicht mehr ins Buch einbauen konnte, weil der Roman sonst überladen gewesen wäre. Die Entscheidung fiel mir deshalb nicht leicht, weil es die unterschiedlichsten Roman-Pläne gibt, die ich gerne verwirklichen würde. Erst einmal möchte ich aber mit Julius weitermachen und seine Welt weiter erkunden, herausfinden, was mit ihm und Frau von Reuschenberg passiert (und wie ihr Vorname lautet!), oder was als nächstes Verrücktes in seiner Küche geschieht. Der Roman wird "Nomen Est Omen" heißen und im April/Mai 2003 erscheinen. Mehr wird erst einmal nicht verraten - schauen Sie einfach immer mal wieder auf der Homepage rein...
"In Vino Veritas" in Flaschenform
Anfang des Monats wurde mir eine große & unerwartete Ehre zu teil. Ein Wein ist nach einem "meiner" Namen benannt worden! Der Hintergrund: Die Figur August Herold im Krimi "In Vino Veritas" wurde inspiriert von Ahr-Winzer Wolfgang Hehle. Dessen bekanntester Wein trägt den Namen "Caspar C. " - in meinem Buch heißt er leicht abgewandelt "Balthasar B. ". Wie sich herausstellte, war Wolfgang Hehle schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einem Namen für seinen "einfachen" Spätburgunder (der alles andere als "einfach" ist!). Von "In Vino Veritas" inspiriert entschied er sich für "Balthasar C. " - seit September gibt es den Wein beim Deutzerhof. Über diese Namensgebung habe ich mich natürlich sehr gefreut. Denn wer erwartet schon, dass die eigene Fiktion plötzlich Realität wird?
Große Gedichte zu großen Städten
Axel Kutsch, seines Zeichens renommierter Lyriker und Herausgeber (und außerdem ein verdammt netter Kerl), hat eine neue Anthologie veröffentlicht. "Städte.Verse" heißt sie und enthält deutschsprachige Großstadtlyrik der Gegenwart. Stars der Lyrikszene wie Robert Gernhardt, Hadayatullah Hübsch oder Michael Wildenhain finden sich dort friedlich vereint mit unbekannteren Autoren. Qualitativ macht das häufig keinen Unterschied. Das Thema "Großstadtlyrik" wird inhaltlich wie regional sehr unterschiedlich, zum Teil sehr frei, angegangen. Neben Berlin, Kairo oder Brüssel finden sich so auch Brühl, Mönchengladbach oder Ulm. Ich bin mit meinem Gedicht "Kölle am Rhing™" vertreten, das als Experiment in Sachen Zeilensprung gedacht ist, und die Fragmentierung aber auch die Zusammengehörigkeiten in der Stadt demonstrieren soll. Wem diese Art Text gefällt, der sollte nach Büchern von Anton G. Leitner Ausschau halten. Er hat diese lyrische Spielform zur Perfektion gebracht.
"In Vino Veritas" am laufenden Band
"In Vino Veritas" wird seit dem 13. Juli als Fortsetzungsroman im Regionalteil der Rhein-Zeitung abgedruckt. Wie mir mein Verlag mitteilte, widerfährt diese Auszeichnung nicht vielen Büchern - entsprechend erfreut war man dort. Drei Monate lang gibt es nun sechs Mal die Woche einen kleinen "Happen" des Romans im Rotationsdruck. Wer also Geld sparen will und ein Abo der Rhein-Zeitung hat, kann sich den Krimi zusammensammeln. Handlicher ist natürlich weiterhin das Buch...
Die wunderliche Vermehrung von "In Vino Veritas"
"In Vino Veritas" hat einen wahren Traumstart hingelegt! Bereits nach
weniger als zwei Monaten (!) erscheint Anfang Juli die zweite Auflage. Und zwar
in selber Auflagenhöhe wie die erste! Wer die aktuelle Situation des
Buchmarktes kennt (einige sprechen von der größten Krise seit 40 Jahren), weiß,
was das bedeutet: Das Buch ist ein Renner!
Ein paar kleine Veränderungen wurden für die zweite Auflage vorgenommen: Das
bei der Originalausgabe irgendwie "rausgerutschte" Zitat zu Beginn
des Romans von Georg Christoph Lichtenberg (deutscher Physiker und
Schriftsteller) ist jetzt drin. Ein Druckfehler wurde herausgefischt und bei
den Autoreninfos findet sich nun ein Hinweis auf meine Homepage. Wer noch eine
Originalausgabe haben will muss sich beeilen, bald wird es in den
Buchhandlungen "nur" noch die zweite Auflage geben!
"In Vino Veritas" verkabelt
Leider erst im Nachhinein habe ich den Ausstrahlungstermin meines ersten
Fernseh-Auftritts mit dem neuen Buch erfahren. In der Nacht vom 10. auf den 11.
Juli wurde die "Nach(t)lese"-Folge bei tv.nrw (Kabel) gesendet, in
welcher ich aus "In Vino Veritas" lese. Einen möglichen
Wiederholungstermin werde ich aber frühzeitig auf der Homepage bekannt geben.
In der Reihe "Nach(t)lese" tragen Autoren verschiedenster Provenienz
aus ihren Werken vor, und zwar jeweils eine ganze Stunde. Der besondere Pfiff
der Sendung ist, dass die Lesungen an ungewöhnlichen Orten - in meinem Fall dem
Kölner Weinkeller - stattfinden, und die Autoren immer in einem giftgrünen
Sessel sitzen, der sich mit der Kleidung der Vorlesenden regelmäßig aufs
abscheulichste beißt.
Die ersten Rezensionen trudeln ein!
Es ging los mit einem Radio-Interview bei „Radio Erft“ - passenderweise an
Fronleichnam... Der Moderator Horst Weißmantel im Wortlaut: „Ein gutes Stück!
Erschreckend und lecker ... wir dürfen auf das nächste Buch gespannt sein!“.
Nach dem Interview ist nun auch schon die erste Rezension da. Sie stammt aus
der „Hürther Sonntagspost“ vom 1. Juli und ist „Ein edler Tropfen zwischen zwei
bestialischen Morden“ betitelt. Hier ein Auszug: „Freunde guten Weines und guten
Essens werden beim Lesen mehr als einmal vom Verlangen nach einem erlesen
Tropfen oder einer ausgefeilten Leckerei übermannt werden. Aber auch
Kostverächter bekommen etwas geboten. (...) Carsten Sebastian Henn ...
vermischt sein Fachwissen über das Ahrtal und das Winzereiwesen mit einer
spannenden Kriminalgeschichte ... die immer unterhaltsam ist.“
Nachwuchs mit 205 Seiten
Endlich - mit einiger Verspätung - ist "In Vino Veritas" bei Emons
erschienen. Eine schwere Geburt, weil die Druckerei bestreikt wurde und die
Spediteure irgendwie nicht zurechtkamen. Deswegen ging das Buch erst zwei
Wochen später an den Start als gedacht. Die ersten Reaktionen auf den Krimi
sind sehr gut. Es ist schön, das Buch endlich in Händen halten zu können! Der
Vaterstolz, den ich in diesen raren Momenten spüre ist die eigentliche
Entlohnung für die Monate im Kämmerchen. Jetzt heißt es das eigene Werk
loslassen, jetzt muss es seinen Weg in der Welt gehen.
Lustvolle Geschichte
Die Anthologie "Geliebte Lust" ist bei Rowohlt erschienen. Ich bin
mit der Kurzgeschichte "Pralle Beeren" dabei, die im Winzer-Milieu
spielt. In Form von Tagebucheinträgen schildere ich eine erotische Beziehung,
die viel der aphrodisierenden Wirkung von Wein verdankt (der Text wurde
natürlich komplett unter Weineinfluss geschrieben, in diesem Fall LBV
Portwein). Die von Bettina Hesse verantworteten Anthologien (ich bin bereits in
zwei anderen - "Feuer und Flamme" sowie "Mehr Sex" -
vertreten), zeichnen sich durch die sichere Hand der Zusammenstellung aus. Die
Bücher können hervorragend von vorne nach hinten (wohin sonst?) gelesen werden,
und es ergeben sich spannende Wechselwirkungen zwischen den einzelnen
Beiträgen. Das sollte eigentlich bei allen Anthologien der Fall sein, ist es
aber leider nur bei wenigen. Zudem kennt Bettina Hesse einige der fähigsten
Erotikautoren Deutschlands. Für Freunde der erotischen Literatur also ein Muss.
Und für alle, die wissen wollen, was nachts in einem Gärkeller so alles
passieren kann, auch...
Julia - Die Langstreckenläuferin
"Julia, angeklickt" geht in die vierte Auflage! Wer hätte das vor
zwei Jahren gedacht? Alle sagten vorher "Heutzutage laufen Bücher nur noch
ein halbes Jahr, dann verschwinden sie wieder von der Bildfläche". Aber
der Roman hat anscheinend einen Nerv getroffen, das Thema Chatrooms und
Interneterotik wird ständig präsenter. Immer wieder kommen Menschen auf mich zu
und erzählen mir, dass sie ihren Partner übers Net kennen gelernt haben. Ich
ahnte vorher nicht, dass es so viele sind. Wahnsinn.
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